Mosambik

Mosambik – zwischen Natur und Kultur

Mosambik ist ein Land am Indischen Ozean an der Küste des südlichen Afrikas. Es wird durch Südafrika im Süden, Tansania im Norden und Binnengrenzen zu Malawi, Sambia, Simbabwe und Swasiland begrenzt. Die Ostküste Mosambiks am Indischen Ozean ist über 1.000 Kilometer lang und somit ein fantastisches Reiseziel für Taucher, Angler, Segler und Strandliebhaber.

Vom 2.436 Meter hohen Monte Binga bis zu den herrlichen Stränden entlang der Küste ist Mosambik ein Land der Kontraste. Während in dem Land einige der besten Relikte kolonialzeitlicher Architektur auf dem Kontinent zu finden sind, hat Mosambik es auch geschafft, sein afrikanisches Kulturerbe zu konservieren, welches durch Kunst, Musik und Essen erlebt werden kann. Im Jahr 1500 gründeten die Portugiesen eine Reihe von Festungen und Standorten an Mosambiks Küste, die später die Handels- und Sklavenrouten markierten. Nach dem 1. Weltkrieg begannen die Portugiesen durch Investitionen in Handel, Industrie, Landwirtschaft, Bildung, Transport und Gesundheitsinfrastruktur für die indigene Bevölkerung bessere soziale und wirtschaftliche Voraussetzungen zu schaffen. Im Jahre 1962 bildeten sich mehrere antikoloniale politische Gruppen, die einen Kampf gegen die portugiesische Kolonialherrschaft einleiteten. Dieser mündete schließlich im Jahre 1975 in die Unabhängigkeit Mosambiks. Im November 1990 wurde, im Zuge der bröckelnden Apartheid, eine neue Verfassung verabschiedet. Mosambik war jetzt ein Mehrparteienstaat mit periodischen Wahlen und demokratischen Rechten. Mit der Unterzeichnung des Friedensabkommens endete der Bürgerkrieg am 15. Oktober 1992. Die offizielle Sprache von Mosambik ist Portugiesisch, aber viele Menschen sprechen Englisch in der Hauptstadt Maputo und in touristischen Gebieten.

Maputo-Mosambique

Maputo – Mosambiks charmante Hauptstadt

Mosambik hat zehn Provinzen, die in die drei Regionen Nord-Mosambik, Zentral-Mosambik und Süd-Mosambik eingeteilt werden können. Maputo ist seit 1898 die blühende Hauptstadt im Süden des Landes. Die Stadt hieß bis zur Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1975 Lourenço Marques. Es ist die größte Stadt in Mosambik und beherbergt den wichtigsten Hafen des Landes. Im Vergleich zu anderen afrikanischen Städten in Ländern südlich der Sahara erscheint das Stadtgebiet von Maputo klein und konzentriert, mit breiten Alleen und alten Bäumen. Die Atmosphäre ist lebendig und positiv, es gibt nur wenige Bettler und dafür jede Menge Straßenhändler und Märkte. Die Gebäude reichen von alten Kolonialpalästen über neue Hochhauskonstruktionen, aber die dominante Architektur besteht aus stalinistischen Betonbauten, in der Regel mit stark erodierter Farbe. Glücklicherweise neigen diese dazu, in den Hintergrund zu treten, und es gibt genug Gebäude mit altem Charme und üppigen Gärten. Besonders herausragende Gebäude, die man nicht verpassen sollte sind die Kreationen von Pancho Guedes Kreationen: Guadiesque, surreal und schwer zu finden. Der Bahnhof am Praca dos Trabalhadores ist ein imposantes Gebäude und einen Besuch wert, vor allem Freitag oder Samstag abends, wenn dort häufig Live-Musik gespielt wird.

Das Nationale Kunstmuseum hat eine kleine aber gute Sammlung von mosambikanischer Kunst, darunter mehrere große Gemälde von der weltberühmten Malangatana.

Der Jardim Tunduru ist eine sehr schöner, wenn auch kleiner, botanischer Garten. Der Mercado Central in der Baixa bietet frischen Fisch, Krabben, Calamari, Obst und Gemüse, und viele Haushaltsgegenstände. Das lebendige Treiben lädt zu einem Besuch ein, der sich besonders lohnt, wenn Sie nach guten Lebensmitteln zum Kochen suchen. Casa do Ferro Avenida Samora Marcel ist ein Gebäude, das von Gustave Eiffel, dem Architekten des Pariser Eiffelturms konzipiert wurde. Es ist wegen seiner Ganzmetall-Struktur auch als das „Eiserne Haus“ oder „Stahlhaus“ bekannt. Ursprünglich als Haus des Gouverneurs erdacht, ist es heute ein Museum. Besuchen Sie einige schöne Strände in Maputo, wie Catembe und Ponta d’Ouro. Die Strände sind sehe gemütlich und gepflegt sowie in der Regel sicher. Ponta D’Ouro und Ponta Malongane haben außerdem einige schöne Tauchspots mit entweder Campingplätzen oder Hütten direkt am Strand.

Afrikanische-Elefanten

Mosambiks vielfältige Naturschönheiten

Die Attraktionen in Mosambik reichen von historischen Sehenswürdigkeiten bis hin zu Naturwundern, die Ihnen den Atem rauben werden. Das klare, blaue Meer bietet den perfekten Rahmen für eine Reihe von Wassersportarten. Die Küste erstreckt sich über 2500 Kilometer und bietet eine Fülle von unberührten Stränden, die es zu erkunden gilt. Mosambik ist ein lebendiges Land mit belebten Städten und vielen Fischerdörfern. Die afrikanische Tierwelt in den Reservaten ist erstaunlich und bietet großartige Fotomotive. Im Gorongosa Nationalpark können Sie eine Vielzahl von Tierarten und eine vielfältige Vegetation sehen. Besucher können die majestätischen Elefanten beobachten und wenn man Glück hat, kann man sogar Löwen entdecken. Der Park ist auch die Heimat von Büffeln, Zebras und Böcken. In der Nähe der Wasserquellen befinden sich Nilpferde und Krokodile. Das Gebiet ist außerdem ein Paradies für Vogelbeobachter mit über 400 Vogelarten. Das Chitengo Safari Camp ist die meiste Zeit des Jahres geöffnet und bietet Unterkünfte inklusive Swimmingpools und ein Restaurant. Foto-Safaris können ebenfalls organisiert werden.

Das Niassa Reservat ist ein Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 42.000 Quadratkilometern. Die Vegetation besteht aus Miombo-Wald, Savanne und Feuchtgebieten. Das Naturschutzgebiet ist die Heimat des Afrikanische Wildhunds, der vom Aussterben bedroht ist. Elefanten, Antilopen, Büffel, Gnus und Zebras können auch in dem Reservat beobachtet werden, sowie auch eine Vielzahl von Vögeln. Die Hafenstadt Pemba ist ein beliebtes Touristenziel und wurde im Jahr 1904 errichtet. Im Herzen von Pemba liegt ein lokaler Markt, wo man Kunsthandwerk und Souvenirs kaufen kann. Pemba ist ein guter Ort um Wassersport zu betreiben und das nahe gelegene Korallenriff lockt viele Taucher an. Ein beliebtes Tauchgebiet ist auch die Sylvia-Sanbank etwa 12 km nördlich von Ponta Morrungulo. Sie ist etwa 14 Kilometer lang. Das Riff Aladdin Palace in der Mitte der Sandbank ist die Heimat einer Vielzahl von Nacktschnecken, Schildkröten, Mantas, Rochen, Muränen und Haien. Das Tokyo Drift ist ein Riff mit Hart- und Weichkorallen und einer Vielzahl von Fischarten. Auch gibt es hier Adlerrochen, Teufelsrochen und Mantas sowie gegebenenfalls ein paar Haie zu sehen.

 

 

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