Tschad

Tschad – Abenteuer in der Wüste

Der Tschad ist ein Land in der Sahelzone, südlich von Libyen, östlich von Niger und Kamerun, im Norden an die Zentralafrikanische Republik grenzend und im Westen an den Sudan. Es teilt sich auch eine kurze Grenze mit Nigeria. Seit mehr als 2000 Jahren bewohnen landwirtschaftliche und sesshafte Völker die tschadische Region.

Sie wurde zu einem Treffpunkt der Kulturen. Die älteste von ihnen waren die legendären Sao, die aus Artefakten und mündlichen Überlieferungen bekannt sind. Die Sao wurden vom Kanem Reich übermannt, das erste und langlebigste der Reiche, die sich in der Sahelzone des Tschad am Ende des 1. Jahrtausends entwickelt haben. Die Macht des Kanem und seiner Nachfolger basierte auf der Kontrolle über die Trans-Sahara-Handelswege, die durch die Region führten.

Die koloniale Expansion Frankreichs führte zur Gründung des Territoire Militaire des Pays et Protektorate du Tchad 1900. Bis 1920 hatte Frankreich die volle Kontrolle über die Kolonie gesichert und integrierte sie als Teil von Französisch-Äquatorialafrika. Die Franzosen betrachteten die Kolonie in erster Linie als unbedeutende Quelle von ungeschulten Arbeitskräften und Rohbaumwolle. Die Kolonialverwaltung im Tschad war unterbesetzt und musste sich auf den französischen Staatsdienst verlassen. 15.000 tschadische Soldaten kämpften für Frankreich während des Zweiten Weltkriegs, Nach Kriegsende gewährte Frankreich dem Tschad den Status eines Überseegebietes und seinen Bewohner das Recht, Vertreter der französischen Nationalversammlung zu wählen.

Der Tschad erlangte die Unabhängigkeit am 11. August 1960. Zwei Jahre später verbot Präsident François Tombalbaye Oppositionsparteien und gründete ein Einparteiensystem. Im Jahr 1965 begannen die Muslime einen Bürgerkrieg und Tombalbaye wurde gestürzt und im Jahr 1975 getötet, aber der Aufstand ging weiter. Die Regierung entwarf schließlich eine demokratische Verfassung und hielt Präsidentschaftswahlen in den Jahren 1996 und 2001. Seitdem haben mehrere Aufstände und Putschversuche das Land geprägt. Die Hauptsprachen des Tschad sind Französisch und Arabisch. Nur wenige Einwohner außer den gebildeten und weit gereisten sprechen literarisches Arabisch, jedoch ist ein Dialekt des Arabischen als „Tschadisches Arabisch“ bekannt und weit verbreitet. Insgesamt werden über hundert einheimische Sprachen gesprochen.

Senegal

Abenteuer in der geheimnisvollen Wüste

Der Zakouma Nationalpark beheimatet 44 Arten großer Tiere und viele Arten von Vögeln.
Das Ennedi Plateau oder die Ennedi Wüste, wie es manchmal genannt wird, im Nordosten des Tschad befindet sich in einer der am schwersten zugänglichen Regionen in der Mitte der Sahara. Reisen in dieses Gebiet ist schwierig und ein wahres Abenteuer wegen des Mangels an touristischen Einrichtungen und politischen Unruhen. Es gibt keine befahrbaren Straßen in der Umgebung, sodass die Strecke nur mit nomadischen Wohnwagen und 4×4-Fahrzeugen erreichbar ist.

Die Region ist voll von interessanten Sandsteinformationen – anmutige Skulpturen aus Stein und viele hunderte natürliche Bögen, einschließlich des großen Aloba Bogen, der eine Höhe von fast 120 Metern hat und einer der spektakulärsten Bögen der Welt ist.

Neben den geologischen Attraktionen sind auch Überreste von Felszeichnungen oder Felsmalereien reichlich in der Gegend vorhanden. Viele der Felsmalereien stellen alle Arten von Tieren dar, die die ersten Bewohner der Wüste hatten. Im südlichen Bereich des Ennedi sind einige gueltas (Wüstenteiche) vorhanden. Besonders der Guelta d’Archei, nahe der Stadt Fada, findet bei Besuchern Anklang. Der See ist eine wichtige Wasserquelle in der Wüste und wird oft von vielen Menschen und Kamelen besucht. Der See beherbergt auch das einzigartige Sahara-Krokodil.

Karavane-Wüste-Afrika

N’Djamena – die Kultur und Geschichte des Landes

N’Djamena ist die Hauptstadt des Tschad. Sie ist bei weitem die größte Stadt des Landes, mit einer Bevölkerung von 721.000 Menschen. Die Stadt befindet sich direkt an der Grenze zu Kamerun und liegt an der Mündung der Flüsse Chari und Logone. Die Stadt war oft im Mittelpunkt der vielen hitzigen Aufstände und Revolten. Im Februar 2008 sind die Rebellentruppen in die Stadt eingedrungen. N’Djamena ist eine typische muslimische Stadt, in der es viele Moscheen zu sehen gibt, ebenso wie eine Kathedrale und den Präsidentenpalast. Und vergessen Sie nicht den Blick über den Fluss. Der Sonnenuntergang kann hier sehr spektakulär sein.

Das Nationalmuseum des Tschad befindet sich auf der Avenue Felix Eboue, in der Nähe des Place de l’Independence.

Es gibt dort viele Artefakte aus der Geschichte des Landes zu bewundern. Einige Stücke gingen jedoch in den Plünderungen während des letzten Bürgerkriegs verloren. Shoppen Sie in den lokalen Märkten – wenn auch nur für einen Nachmittagssnack. Die Märkte sind in der ganzen Stadt verstreut und bieten Ihnen die Möglichkeit, den Alltag der Menschen und die Kultur des Tschads kennenzulernen.

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