Usbekistan

Land der Moscheen und Medresen

Eine Reise nach Usbekistan gehört sicherlich nicht zu den Standardunternehmungen der europäischen Touristen. Das zentralasiatische Land, liegt umgeben von seinen Nachbarn Kasachstan im Norden, Kirgistan im Osten, Tadschikistan und Afghanistan im Südosten sowie Turkmenistan im Süden.

Die salzigen Binnenseen Westlicher Aralsee und Sarykamyschsee grenzen im Westen an das islamisch geprägte Land. Einige Bildungs- und Kulturreisen werden nach Usbekistan angeboten. Vor allem entlang der Alten Seidenstraße, die sich durch weite Teile des Landes zieht, gibt es für Touristen viel zu entdecken. Die Jahrtausende alten Städte Samarkand, Chiwa und Buchara sind Zeugen der Zeit von Dschingis Khan und Alexander dem Großen und zählen zum UNESCO-Welterbe.

Mit seinem gemäßigten Klima und den freundlichen, gastfreundlichen Menschen lohnt sich die besondere Reise nach Usbekistan in jeder Hinsicht.

Faszinierende Landschaften

Weite Teile Usbekistans gehören zur Kysylkum und Karakum Wüste. Zusammen mit der Golodnaja Steppe und dem Ustyurt Plateau prägen die verschiedenen Landschaften ein abwechslungsreiches Bild, das Besucher über die Vielfalt staunen lässt. Die usbekischen Berge, wie beispielsweise der Gebirgszug Tien Shan, die Nuratau und die Tschimgan Berge, laden zu ausgedehnten Wanderungen ein, deren Highlight prähistorische Höhlenmalereien sind. In den fruchtbaren Flusstälern bauen die Usbeken hervorragendes Bio-Obst und -Gemüse an. Hier herrscht noch das ursprüngliche Landleben und die Gastfreundschaft der Einwohner wird besonders spürbar, wenn interessierte Touristen bereit sind, ein paar Tage in den Alltag der Usbeken einzutauchen.

Usbekistan

Übernachtet wird dann in einem einfachen Gasthaus, man kann die Handwerker bei ihrer Arbeit beobachten und einheimische Spezialitäten probieren. Für Aktivurlauber gibt es außerdem Jeep-Safaris und die Möglichkeit zu Angeln oder zu Jagen.

Im Winter kann man sogar Skifahren und ein Ausflug in einen der Nationalparks macht die unberührte Natur greifbar.

Pflichtbesuch in der Hauptstadt – Taschkent

Ein Besuch der Hauptstadt Taschkent markiert den Beginn und das Ende einer jeden Reise nach Usbekistan. Denn die usbekische Regierung ordnete einst an, dass jeder Tourist, der mit dem Flugzeug kommt, hier landen und wieder abfliegen muss. Ein langer Aufenthalt lohnt sich in Taschkent jedoch nicht. In der Stadt leben 2,6 Millionen Menschen und es gibt ein gutes öffentliches Verkehrsnetz, jedoch locken nur wenige Sehenswürdigkeiten, darunter der Unabhängigkeitsplatz mit den Regierungsgebäuden, der Basar und eine blaue Moschee aus dem 16. Jahrhundert.

Daneben findet man vor allem das typische Stadtbild der ehemaligen Sowjetunion mit breiten Straßen und riesigen Plattenbausiedlungen.

Orientalische Legende aus 1001 Nacht – Samarkand

Samarkand ist die zweitgrößte Stadt Usbekistans und zählt zu den größten Städten Asiens. Mit ihren imposanten Moscheen und Mausoleen ist sie ein besonders prächtiges Beispiel für die islamische Baukunst. Hier gibt es ursprüngliche Basare und zahlreiche Koranschulen. Das Highlight ist der Registan, im Herzen der Stadt gelegen. Dieser prunkvolle Platz verströmt ein Gefühl von 1001 Nacht und ist ein einzigartiges architektonisches Schauspiel. Hier stehen sich drei Medresen, islamische Hochschulen, gegenüber: die Ulugbek Medrese, die Sherdor Medrese und die Tillakori Medrese.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Samarkand sind die Bibi Xanom Moschee, das Gur Emir Mausoleum, das Afrasiab Museum, die Nekropole Shahi-Zinda und das Ulugbek Observatorium.

Eine Stadt wie ein Freiluftmuseum – Chiwa

Sher-Dor Madrasa

Wie ein riesiges Museum unter freiem Himmel empfängt die lebendige Stadt Chiwa ihre Besucher. Sie liegt in der Kyzylkum Wüste und ist über 2.500 Jahre alt. Von gewaltigen Festungsmauern umgeben, besichtigt man hier die Ko´xna Ark-Zitadelle und den Toshxauli Palast. Eine weitere imposante Attraktion in Chiwa ist die Juma Moschee. Über 200 in verschiedenen Epochen aus Holz kunstvoll geschnitzte Säulen gibt es hier zu bestaunen. Über die gesamte Stadt verteilt finden sich zahlreiche weitere Moscheen, Medresen und Minarette.

Am bedeutendsten sind das Islam-Xo´ja-Minarett und das Kalta-Minor-Minarett.

Die Heilige Stadt – Buchara

Buchara liegt an der berühmten Alten Seidenstraße und war einst ein bedeutendes Handelszentrum. Außerdem gibt es hier über 350 Moscheen und 100 Medresen, die von einer Zeit zeugen, in der Buchara als Zentrum der islamischen Lehre bekannt war. Die vielen Monumente und Sehenswürdigkeiten lassen sich bei einem Spaziergang durch die engen Gassen und wunderschön angelegte Parkanlagen im Stadtzentrum besichtigen.

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