Wallis und Futuna

Wallis und Futuna – Frankreichs Schatz im Südpazifik

Wallis und Futuna ist eine französische Überseegemeinschaft, bestehend aus zwei kleinen Inselgruppen in Polynesien, in der Nähe von Fidschi und Samoa. Die Inselgruppen sind zum einen die Hoorn-Inseln, auch als die Futuna-Inseln bekannt, welche aus Futuna und Alofi bestehen. Futuna beherbergt etwa 5.000 Einwohner, während Alofi unbesiedelt ist. Alofi ist die kleinere der beiden Inseln. Der Legende nach war sie einst so dicht besiedelt wie Futuna, bis im 19. Jahrhundert die Einwohner Futunas die Menschen auf Alofi während eines einzigen Überfalls ausgelöscht haben sollen.

Die andere Inselgruppe besteht aus den Wallis-Inseln, auch als Uvea bekannt. Wallis Island ist die Heimat von etwa 10.000 Einwohnern und wird von 15 kleineren Inseln, von denen alle unbewohnt sind, umgeben. Mata-Utu ist die Hauptstadt von Wallis und Futuna sowie auch die Hauptstadt des Hahake Districts auf Wallis Island. Leava ist die Hauptstadt des Sigave Stammesfürstentums und die drittgrößte Ortschaft auf Futuna Island. Obwohl von den Niederländern und Briten im 17. und 18. Jahrhundert entdeckt, war es Frankreich, welches im Jahr 1842 sein Protektorat über die Inseln erklärte. 1959 stimmten die Bewohner der Inseln dafür, ein französisches Überseegebiet zu werden. Es gibt noch drei zeremonielle Königreiche in dem Gebiet: Alo, Sigave und Wallis. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs, mit niedrigen Hügeln und Riffen. Die höchste Erhebung ist der Mont Singavi auf 765 Metern.

Das Klima ist tropisch heiß, die Regenzeit dauert von November bis April. Die kühle und trockene Jahreszeit ist zwischen Mai und Oktober.

Bei einer Luftfeuchtigkeit von 80% beträgt die Durchschnittstemperatur 26,6 °C. Die Überseegemeinschaft erkennt drei offizielle Sprachen an: Französisch, Wallisianisch (Uvean) und Futunisch. Etwa drei Viertel der Bevölkerung auf Wallis sind zweisprachig. Alle offiziellen Dokumente werden zunächst in Französisch und dann in der Sprache der jeweiligen Insel aufgeschrieben. Englisch ist nicht sehr weit in der Bevölkerung verbreitet, jedoch verfügt der Großteil der französischen Bevölkerung zumindest über grundlegende Englischkenntnisse. Es ist jedoch auf jeden Fall empfehlenswert, sich vor der Reise rudimentäre Kenntnisse der französischen Sprache anzueignen.

Traumstrand-mit-Palmen

Eintauchen und Natur genießen in Wallis und Futuna

Futuna und Alofi sind für ihre herrlichen Strände berühmt. Und auch die Lagune von Wallis mit den vorgelagerten Inseln bietet auf vier Kilometern ein sandiges Paradies für Sonnenhungrige und kann als einer der schönsten Orte im Inselstaat bezeichnet werden. Das türkisblaue Meer lädt hier zum Baden, Segeln, Tauchen und Schnorcheln ein. Nicht nur die Korallenriffe auf den Hauptinseln, sondern auch die unzähligen kleineren Exemplare locken begeisterte Taucher in ihre atemberaubenden Unterwasserwelten. Besonders das Korallenriff auf Alofi ist ein wahrer Besuchermagnet. Das ringförmige Korallenriff rund um Wallis ist vor allem für Sporttaucher interessant. Inmitten eines Naturschutzgebiets befindet sich auf Uvea eine der bekanntesten Attraktionen des Inselstaates: Der Kratersee Lalolalo. Umgeben von Dschungel und steilen Felswänden ist der vulkanische See die Heimat exotischer Vögel und Fledermäuse. Für Expeditionen eignet sich auch das direkte Umland des Sees, in dem sich gut wandern lässt.

Architektur zwischen Tradition und Moderne

Kirchen gehören zu den interessanten Sehenswürdigkeiten der Inseln. Besonders die St. Joseph Kirche im Süden Uveas, die älteste Kirche des Inselreiches, und die Pierre Chanel Kirche auf Futuna lohnen einen Besuch. Mit der Church of the Sacred Heart in der Nähe von Mata-Utu, welche die Form eines Leuchtturms hat, verfügt Wallis Island auch über ein Beispiel moderner Kirchenarchitektur. Ein nationales Denkmal und besonders ansehnliches Bauwerk ist die aus Korallenblöcken bestehende Mata-Utu-Kathedrale. Auf Uvea findet sich ein Stück Geschichte in Form von Wehrbauten der Tonganer, wie Talietumu und Tonga Toto. Die Inseln wurden im 15. Jahrhundert von den Polynesiern von Tonga und Samoa aus erkundet, aus welcher Zeit die mächtigen Wehrbauten der ersten Eroberer stammen. Wer sich für die traditionelle Lebensweise der Polynesier interessiert, wird vor allem auf Uvea und Futuna fündig. Hier befinden sich einige traditionelle Dörfer, wie Vaisei an der Westküste Futunas. Die rund 200 Einwohner leben hier ganz ursprünglich als Selbstversorger in Hütten mit Kokospalmendächern. Als Überseegebiet Frankreichs ist der französische Nationalfeiertag am 14. Juli auch auf Wallis und Futuna ein wichtiges Ereignis. Die Bewohner des Wallis-Archipels zelebrieren diesen Tag mit traditionellen Tänzen und finden sich vor allem rund um den Königspalast von Mata-Utu zu den Festlichkeiten ein.

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