Reisebericht Belgien

Hier nun der Reisebericht über Belgien. Letztes Jahr im Sommer entschlossen mein Freund und ich uns, eine Reise nach Belgien zu unternehmen und unsere Ferien dort zu verbringen. Darüber handelt der folgende Reisebericht.

Unser erstes Reiseziel für unsere Ferien war Brüssel. Anschließend wollten wir noch die Städte Brügge und Antwerpen besichtigen. Wir mieteten uns vor Ort in Brüssel eine Ferienwohnung im Zentrum der Stadt und begannen direkt am ersten Tag mit unseren Erkundungen.

Brüssel

Zunächst liefen wir Brüssel stadteinwärts in Richtung Börse. Hier tummeln sich allerlei Sehenswürdigkeiten. Unser erstes Reiseziel war der Grand Place. Hierbei handelt es sich um einen wunderschönen Platz, der sogar von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Von hier aus kann man die Stadt sehr schön erkunden. Wir liefen weiter zur Börse, einem sehr schönen und altern Gebäude. Die nächste Station war der Justizpalast. Wenn man von der unteren Seite anreist, kann man mit einem Fahrstuhl zum Palast hinauf fahren. Durch die verglasten Wände des Fahrstuhls erhält man einen wundervollen Panoramablick über die gesamte Stadt, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Nach der Besichtigung des prachtvollen Justizpalastes gingen wir weiter zum Manneken Pis. Der pinkelnde Knabe gilt als das Wahrzeichen der Stadt. Die Bronzefigur hat allerdings nur eine Höhe von etwa 60 cm. Unsere nächste Station war das Hotel de Ville. Hierbei handelt es sich um das Rathaus der Stadt. Es verfügt über einen 96m hohen Turm.

Zum Mittagessen kehrten wir in die Fressgassen der Stadt – auch der Bauch Brüssels genannt – ein. Hier hat man eine herrliche Auswahl an Gerichten. Zu empfehlen sind insbesondere die Brüsseler Waffeln und die belgischen Fritten. Hierzu gibt es allerlei verschiedener Soßen.

Nach dem guten Essen machten wir einen Spaziergang zum Königspalast. Da wir im August unsere Reise begannen, konnten wir auch die Innenräume des Palastes besichtigen. Sie wirkten sehr prachtvoll. Um neben den vielen Sehenswürdigkeiten auch etwas Entspannung in unserem Urlaub zu bekommen, machten wir einen Ausflug in den Jubelpark Brüssels. Hier befindet sich neben kleinen Wegen für Spaziergänger und Wiesen der Arc de Triomphe. Dieser Triumphbogen ist etwa 50 Meter hoch und hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Brandenburger Tor in der Stadt Berlin. Er stellt den Mittelpunkt eines unglaublichen Gebäudelkomplexes dar, in dem unter anderem Museen beherbergt sind. Ferner besichtigten wir bei unserer Reise das Europaviertel. Rund um den Schumanplatz befinden sich eine Reihe an EU Institutionen. So liefen wir zum Beispiel am Europäischen Parlament, an der EU Kommission und verschiedensten Landesvertretungen vorbei. Diese sind meist in sehr prunkvollen Gebäuden untergebracht. Alleine die Gebäude sind eine Besichtigung wert.

Während unserer Reise besuchten wir auch die Basilique du Sacre Coeur. Diese ist mit einer Höhe von fast 100 Metern die viertgrößte Kirche der Welt. Auch der Besuch des Atomiums gehört zum Pflichtprogramm bei einer Reise nach Brüssel. Dieses wurde bereits im Jahre 1958 für die Weltausstellung errichtet und verfügt über eine Höhe von mehr als 100 Metern. Es handelt sich hierbei um eine Vergrößerung des Eisenmoleküls. Nach diesen Marathonmärschen durch die Stadt waren wir froh, dass wir eine ruhige Ferienwohnung gemietet hatten und uns dort ausruhen konnten. Abends gingen wir meist zu verschiedenen Plätzen um ein Bier zu trinken. Am Place de Luxembourg, direkt vor dem Europäischen Parlament, kamen die Menschen oft zu einem After work drink zusammen. Hier gesellten auch wir uns unter sie, um ein Kriek – ein belgisches Kirschbier – zu trinken. Auch der Place Jourdan lädt zu netter Geselligkeit ein. Hier steht die wohl bekannteste Frittenbude Belgiens.

Bevor wir weiter reisten, besichtigten wir noch den Park Leopold.

Dieser umfasst mehrere Schlösser und Paläste und erweckt dadurch den Eindruck einer Märchenkulisse.

Antwerpen

Den zweiten Teil unseres Urlaubs haben wir in Antwerpen verbracht. Auch hier entschieden wir uns wieder für eine Ferienwohnung als Behausung. Am ersten Tag besichtigten wir das Königliche Museum der schönen Künste. Hier kommen Kunstliebhaber voll auf ihre Kosten. Es befinden sich Werke aus dem 16., dem 17., dem 19. und dem 20. Jahrhundert in diesem Museum. Als nächstes gingen wir zur Liebfrauenkirche. Diese wurde im Jahre 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Sie gehört zur brabantischen Baukunst. Im Innenbereich der Kirche sind mehrere Gemälde des Künstlers Peter Paul Rubens zu besichtigen. Nachdem wir uns der Kultur gewidmet hatten, gingen wir in den Zoo von Antwerpen. Hierbei handelt es sich um den ältesten Zoo Belgiens. Im Zoo von Antwerpen sind über 5000 Tiere beherbergt, darunter auch Krokodile und Seelöwen. Er lädt ferner zum Spazierengehen und Verweilen ein.

Brügge

Das nächste Ziel unserer Reise durch Belgien war Brügge. Hier besichtigten wir zunächst die mittelalterliche Altstadt, die noch sehr gut erhalten ist. Im Anschluss an einen Spaziergang durch die Stadt erkundeten wir die Liebfrauenkirche, in der die Madonna des Michelangelo zu finden ist. Auch die Sint-Salvador-Kathedrale schauten wir uns an. Ferner schauten wir uns einen Beginenhof an. Hierbei handelt es sich um eine typische Wohnanlage der Beginen, die aus kleinen Wohnhäusern, einer Kapelle, einem Versammlungsraum und etwas Wiese und Gärten besteht.

Diese Architektur wird von den belgischen Flandern und Niederländern verwendet und macht einen sehr geordneten Eindruck durch die Bauweise. Oft befinden sich an den Giebeln und Fenstern der malerischen Häuser religiöse Sprüchlein, Namen eines Schutzheiligen oder Marienbilder. Auch der Beginenhof in Brügge, den wir uns angesehen haben, fällt unter das UNESCO Weltkulturerbe. Heutzutage wohnen dort jedoch kaum Beginen mehr, sondern viele Studenten und Künstler, die sich in den Gebäuden wohl fühlen.

Mir hat die Reise durch Belgien sehr gut gefallen, auch wenn man an manchen Orten sicherlich länger hätte bleiben müssen, um alle Sehenswürdigkeiten erkunden zu können.

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