Reisebericht Botswana

Dieser Reisebericht beschreibt unsere Rundreise durch Botswana. Botswana liegt im südlichen Afrika. Die europäischen Siedler sowie ihre schwarzafrikanischen Nachbarn haben die Kalahari gemieden. Die Kalahari mehr Halbwüste als Wüste. Der sandige Boden ist nur nach Regenfällen mit magerem Gras überzogen. Menschenleer blieb die Kalahari trotz dem nicht. Vertrieben von Schwarzen, von Weißen verfolgt, fanden die Buschleute in der Trockensavanne Zuflucht. Im Laufe von Jahrhunderten haben sie gelernt dort zu überleben, dort wo die Natur dem Menschen eigentlich keinen Raum zum leben lässt.

Aber ausgerechnet unter der kraftlosen Erde der Kalahari wurde der Reichtum Botswanas entdeckt. Heute gehört Botswana zu den größten Diamantenexporteuren der Welt. Die Bevölkerung Botswanas besteht aus acht Volksstämmen, der größte die Mangwato und der kleinste die Tlokwa, aus ihnen setzt sich die Bantu-Bevölkerung zusammen. Die Amtssprache ist das Setswana sowie Englisch.

Kalahari

Die Kalahari prägt das Land. Botswana ist in etwa so groß wie Deutschland, hat aber nur nahezu so viele Einwohner wie München. Ca. 85 % des Landes ist Sandflächen, teilweise mit Dornbüschen oder Wüstengräsern bewachsen. Von den Sanddünen an Namibias Grenze erstreckt sich die Kalahari nach Osten. Zwischen November und April fallen in kurzen Schauern bis 250 Millimeter Regen. Die Feuchtigkeit lässt lockeres Gras wachsen. Roter Sand, grasbewachsene Dünen und immer wieder aufblitzende grellweiße Salzpfannen, die Kalahari hat ihren eigenen Reiz. Im Süden und im Zentrum des Landes kann man diese Landschaft in den Nationalparks genießen, ohne auf andere Menschen zu treffen. Die früheren Bewohner, die San, leben außerhalb der Nationalparks in geschaffenen Siedlungen im Busch.

Okawangodelta

Im Nordwesten liegt das Okawangodelta. Besonders nach starken Regenfällen sammelt sich viel Wasser und lässt dieses Binnendelta zum Leben erwecken. Der Okawango teilt sich auf Grund des schwachen Gefälles in zahlreiche Wasserarme auf. Dadurch bildet sich eine Sumpflandschaft von rund 10000 Quadratkilometern. Das Okawangodelta liegt, bis auf einen Teil der im Moremi Gama Reservat, nicht in Parks oder Reservaten. Der Zutritt regelt sich trotzdem. Der Staat hat Konzessionen an private Lodge- und Campbetreiber vergeben. Man kann mit dem Flugzeug hinein. Die Preise der Betreiber haben ein hohes Niveau. Im Delta sieht man alle Tiere. Bei entsprechenden Wildbeobachtungen, zu Lande aber auch zu Wasser, trifft man auf Antilopen, Raubtiere, Giraffen, Elefanten, Nashörner, Affen, Warzenschweine, Flusspferde, Krokodile und Schlangen sowie die gesamte Vogelwelt u.v.m. Hier findet der Stamm der Bantu für eine gewisse Zeit der Jahres gute Voraussetzungen für den Anbau von Mais und Hirse. Bei Hochwasser bewegen sich die Fluten des Okawango 200 Kilometer weiter nach Osten bis zu den Makgadikgadi-Salzpfannen. Nördlich davon, im Chobe-Distrikt wachsen Edelhölzer und vor allem Trockenwälder.

Chobe Fluss

Der Chobe-Fluss folgt der Grenze von Botswana nach Namibia. Bevor Chobe zum Nationalpark wurde, waren hier Holzfäller angesiedelt. Sie schlugen hauptsächlich Teakholz. Sie mussten die Region verlassen. Bekannt ist die Gegend für die vielen Elefanten, Büffel, Zebras und Flusspferde.

Botsuna Botswanas Osten

Botsuna, hier ist die Erde am fruchtbarsten. Ein Streifen fruchtbaren Landes an der Grenze nach Südafrika. Hier leben rund 80% der Bevölkerung.

Gabarone

Gabarone ist die Hauptstadt der Republik Botswana. Bereits 1896 wurde eine Bahnlinie von Südafrika nach Simbabwe erbaut, die diesen Landesteil mit der Hauptstadt Gabarone zum Hauptwirtschaftsgebiet machte. Von Gabarone darf der Besucher nicht zu viel erwarten. Ca. 180000 Menschen leben hier. Das Fehlen alter Kolonialbauten, die Skyline des Regierungsviertels, und die klare Anlage von Straßen im Zentrum sind gleichermaßen verantwortlich für den modernen Charakter und den fehlenden Charme der Stadt. Kneipen, Diskotheken und Bars fehlen. Außerhalb der Hotels findet kein Nachtleben statt. Hier werden Geschäfte gemacht, mit der Regierung verhandelt oder Ärzte konsultiert sowie eingekauft. Sehenswert ist die Kunstgalerie im Nationalmuseum von Gabarone.

Maun und Kasane

Maun ist das Eintrittstor zum Okawangodelta. Die Stadt ist touristisches Zentrum von Botswana. Sie besitzt einen Flughafen. Kasane ist, wie Maun, ein Touristenort. Er liegt in der Nähe des Chobe National Parks. Er ist u.a. Durchgangsstation von Namibia nach Victoria Falls. Wie auch anderswo sind auch hier in Kasane Busbahnhöfe immer kleine Märkte.

Kunst und Kultur

Einen, dem deutschen Wort Kunst entsprechenden Begriff kennt man in Botswana nicht. Kunst ist hier Teil des täglichen Lebens und Manifestiert sich in Geschichten und Gebrauchsgegenständen. Erst nach der Unabhängigkeit entstehen zunehmend zarte Triebe der bildenden Künste. Wie Malerei und Bildhauerei. Die Künstler sind aber international nicht bekannt und ihre Werke werden nur in den Galerien im Land ausgestellt.

Wirtschaft

Seine im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern günstige Wirtschaftslage verdankt Botswana zwei starken exportorientierten Wirtschaftszweigen. Bergbau und Rinderzucht. Durch seine reichen Diamantenfelder in der Kalahari wurde Botswana zu einem der größten Diamantenproduzenten der Welt. Über 80% der landwirtschaftlichen Produktion erzielt die Rinderhaltung. Zunehmend allerdings wird der Tourismus zu einem der wichtigen Wirtschaftszweige. Hauptziele der Touristen sind die Nationalparks und Wildreservate des Landes. Das ist bei der interessanten Flora und Fauna von Botswana nur all zu verständlich. Insbesondere die durch Guides geführten Safaris, um die interessante Tierwelt aus nächster Nähe betrachten zu können sind in Botswana ein selbstverständliches „Muss“.

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