Reisebericht Budapest

Reisebericht über unsere Reise nach Budapest in Ungarn. Ungarn, mit diesem Land verbinden viele Menschen Sommer, Sonne, Balaton, Puszta und Paprika. Natürlich ging es uns genauso, nur zu jedem Urlaub gehört auch ein bisschen Pflicht, die Kultur. Also, nicht nur am Wasser liegen, sondern eine Stadt besichtigen, Architektur, Geschichte, Kirchen… Und wenn wir schon einmal in Ungarn sind, warum nicht Budapest, es soll ja das Wien des Ostens sein, und hier beginnt mein Reisebericht.

Gellértberg

Ein Tag in Budapest, der Donaumetropole, wo soll man da beginnen, schließlich möchte man an dem einen Tag auch so viel wie möglich sehen. In dieser Perle zu beiden Seiten der Donau, die 1873 aus den Fischerdörfern Buda, Pest und Obuda entstanden ist, wohnen heute knapp 1,7 Millionen Menschen. Am besten, wir verschaffen uns erst einmal einen Überblick und fahren zum Gellértberg. Na gut, Berg ist mit 235 Metern vielleicht etwas übertrieben. Auch wenn man keine alpine Ausrüstung benötigt, voilà, Budapest liegt zu Füßen. Die Donau, die Kettenbrücke, doch doch, so ein klein wenig Wien ist schon zu spüren. Jetzt aber genug geschwärmt, immerhin wollen wir noch etwas sehen. Nächste Station: der Burgberg. Nanu, schon wieder ein Berg, wir dachten immer, Ungarn ist absolut flach.

Fischerbastei

Auf dem Burgberg wenden wir uns zunächst der Fischerbastei zu. Dieses mit seinen Türmchen und Zinnen etwas märchenhaft anmutende neoromanische Monument wurde von 1895 bis 1902 gebaut und dient heute als Aussichtsplattform auf das historische Budapest. An dieser Stelle stand im Mittelalter die Budaer Stadtmauer und die Fischergilde hatte genau diesen Abschnitt zu verteidigen.

Jetzt sind es nur noch ein paar Schritte bis zur Matthiaskirche. Die heutige Form erhielt die Kirche um das Jahr 1370 als gotische Hallenkirche. Besonders augenfällig sind das Marientor am südlichen Portal und der neogotische Hauptaltar im inneren der Kirche.

Burgviertel

Nach Besichtigung der Kirche stehen wir schon mitten im barocken Burgviertel. Hier war einst das Zentrum der Stadt Buda. Bereits im 13. Jahrhundert hatte König Bela IV. die strategische Bedeutung dieses Berges an der Donau erkannt und begonnen hier eine Burg zu bauen. Imposant thront heute die Festung auf dem Berg, nicht zu übersehen, eindrucksvoll. Doch darüber hinaus bietet das Burgviertel einige reizvolle Ecken. Musikliebhaber finden zum Beispiel in der ehemaligen Judengasse (heute Táncsics Mihály utca) das Museum für Musikgeschichte. Hier besichtigt der interessierte Besucher eine Ausstellung über den Komponisten Béla Bartók, für die Ungarn ist das fast ein Heiliger. Allein das Burgviertel bietet Sehenswürdigkeiten für mehrere Tage, da muss man schon eine Auswahl treffen, die Burg selbst haben wir ja noch gar nicht besichtigt. Ob nun die barocke Pestsäule, das alte Rathaus von Buda, das Apothekermuseum oder das Burgtheater, es gibt jede Menge zu schauen, das macht hungrig und durstig. Kleine Straßencafés oder Weinstuben laden zum verweilen und zur Stärkung ein. Doch Vorsicht, ungarischer Wein in ungarischer Sonne hat es in sich. Und dazwischen immer wieder die Budapester. In ihrer liebenswürdigen Art kann die wahrscheinlich überhaupt nichts aus der Ruhe bringen.

Burg

Frisch gestärkt sind wir bereit, die Burg zu stürmen. Der königliche Burgpalast ist eine imposante Zitadelle auf dem Buda-Hügel. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf die Donau sowie den kommerziellen und modernen Stadtteil Pest. Hoffentlich haben wir uns da nicht übernommen. Majestätisch thront dieser imposante Bau über der Donau und ist von jeder Seite in seinen beeindruckenden Ausmaßen zu sehen. Eine mächtige Kuppel und die mit vielen Säulen verzierte Barockfassade sind die Glanzlichter dieses Gebäudes. Seit dem 13. Jahrhundert war die Burg Residenz aller ungarischen Könige. Jeder dieser Monarchen ließ an den Gebäuden herum werkeln, anbauen und abreißen, so dass heute viele Stilrichtungen vereinigt sind. Am Ende des Zweiten Weltkrieges in der Schlacht um Budapest wurde die Burg dann auch noch fast vollständig zerstört. Heute ist die Burg längst wieder restauriert und gehört zum UNESCO- Weltkulturerbe.

Im Inneren der Burg fällt die Auswahl schwer. Der Besucher hat die Auswahl zwischen

dem Ludwig-Museum für zeitgenössische Kunst, der Nationalgalerie, dem Historischen Museum oder der Nationalbibliothek. Und erst die vielen großen und kleinen architektonischen Hingucker, vom Mordgang über die Kuppel des Palastes bis hin zu den historischen Befestigungsanlagen.

Parlament

Für einen Tag hatten wir uns da etwas zu viel vorgenommen, zumal uns am Vormittag auf der Fischerbastei die beeindruckende Architektur des Parlamentsgebäudes am anderen Donauufer aufgefallen war. Das wollten wir uns ja auch noch aus der Nähe ansehen.

Das 268 Meter lange Gebäude ist bis zum heutigen Tag der Sitz des ungarischen Parlamentes und wurde von 1885 bis 1904 nach dem Vorbild des Westminster- Palastes in London erbaut. Leider war die Besichtigung der klassizistischen Innenarchitektur an diesem Tag nicht mehr möglich. Doch für uns steht fest: Budapest, wir kommen wieder und machen hier Urlaub.

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