Reisebericht Gran Canaria

Reisebericht über Gran Canaria. Die Insel gehört zu Spanien. Vor uns lagen zehn Tage Urlaub auf Gran Canaria, wobei es uns nicht unbedingt um das dortige Nachtleben ging, sondern eher um das Landesinnere mit seinen Gebirgen und wunderschönen Landschaften. Unser Hotel lag am Ortsrand von Playa del Ingles, mit einer recht schönen Uferpromenade aber doch weit genug entfernt vom Vergnügungszentrum. Nicht dass wir etwas gegen Spaß und Vergnügen haben, aber nicht direkt an unserem Hotel.

Die ersten vier Tage sollten der Erholung dienen, also erkundeten wir die nähere Umgebung. Wir gingen über die Uferpromenade, tranken und aßen in den dortigen sehr gemütlichen Restaurants und Bars.

Sanddünen

Nach einem gemütlichen Spaziergang erreichten wir die Sanddünen. Diese sind schon als Höhepunkt zu bezeichnen. Hier suchten Wir uns ein schattiges Plätzchen um die Aussicht genießen zu können.

Barranco de Fataga

Am fünften Tag wollten wir unseren ersten Tagesausflug machen. Für unsere Unternehmungen hatten wir einen kleinen Mietwagen gebucht, der uns von Ort zu Ort bringen sollte. Schnell ließen wir Playa del Ingles hinter uns und fuhren durch den südlichen Teil der Insel. Bald erreichten wir die sagenhafte Bergwelt Barranco de Fataga. Barranco heißt Schlucht und die Tat sich auch vor uns auf und trotz der Höhe, war es doch recht warm. Die Aussicht war einfach wundervoll, zudem der blaue Himmel und um uns herum eine Berglandschaft, die man wirklich gesehen haben muss. Weiter ging es nach San Bartolome, der Hauptstadt des Bezirkes dem auch Playa del Ingles angehört. Die Hauptstadt zeigte sich recht verschlafen, doch umgeben von der Bergkette Caldera de Tirajana ist die Lage sehr schön.

Santa Lucia

Nach ein paar Kilometern kamen Wir nach Santa Lucia, hier machten Wir eine Pause und gingen durch den kleinen Ort. Sehr nett anzusehen ist die auffällige Kuppelkirche. Weiter ging es nach Aguimes, von hier aus gelangten wir nach Barranco de Guayadeque, hier befinden sich die Höhlenwohnungen, die immer noch genutzt werden. In dem dortigen Restaurant, welches sich ebenfalls in einer Höhle befindet, aßen wir eine Kleinigkeit und machten anschließend einen Rundgang durch das beeindruckende Höhlendorf. Dann fuhren wir über Ingenio und der Küstenautobahn zurück in unser Hotel nach Playa del Ingles.

Inselrundfahrt

Am sechsten Tag hatten Wir eine Inselrundfahrt geplant. Wir fuhren durch den westlichen Teil der Insel, die Umgebung ist trotz vieler Hotels und Ferienanlagen recht öde. In Puerto Rico war der Strand sehr eng, dafür umso überfüllter. In Puerto de Mogan, auch als „Venedig der Kanaren“ bekannt, weil sich einige Brücken über den Kanälen befinden, gibt es nur wenige Hotels und einen kleinen Strand, der auch nicht zu überfüllt ist. Ein schöner kleiner Ort, der durch seine blumengeschmückten engen Gassen ein wenig an Andalusien denken lässt. Weiter ging es ins Landesinnere, vorbei an einer kleinen aber schönen Windmühle und den grünen Gesteinen, auch Azulejos genannt. Der nächste schöne Ort mit seinen überwiegend weißen Häusern ist Agaete. Wobei der Vorort Puerto de Las, Nieves besonders zu erwähnen ist.

Finger Gottes

Hier stand der Finger Gottes, oder besser der berühmte Dedo de Dios. Leider fiel der Finger Gottes dem am 29.11.2005 dem Tropensturm Delta zum Opfer. Das grünste Tal der Insel soll laut der einheimischen Bevölkerung Barranco de Agaete sein, wir wollten das nicht beurteilen und erfreuten uns stattdessen an der großen Vegetation. Nun die Inselrundfahrt war zwar recht klein aber dafür umso eindrucksvoller.

Roque Nublo, Wahrzeichen der Insel

Der siebte Tag sollte uns in die Berge führen. Unser erstes Ziel war Roque Nublo, er ist auch das Wahrzeichen der Insel und heißt auf deutsch, „Wolkenfels“. Weil das Wetter hier oben nicht ganz so gut ist, ist die Aussicht eingeschränkt aber doch sehr schön. Weiter führt uns der Weg nach Pico de las Nieves, mit einer Höhe von 1949 m ist er der höchste Punkt der Insel. Der dort ansässige Militärstützpunkt stört etwas, zudem auch hier die Aussicht nur bescheiden ist. Doch wir stellten trotzdem fest, dass die Aussicht bei schönerem Wetter überwältigend sein muss. Wieder im Auto, fuhren wir über Cruz de Tejeda, zu dem kleinen Gebirgsort Tejeda. Der Ort liegt auf 1049 m Höhe, am Hang entlang, sind die Häuser der Einheimischen gebaut. Die Aussicht von hier mit den markanten Felsen ist einfach grandios. Die Dulceria Nublo, ist sehr bekannt für ihre Marzipan und Mandelgebäcke, was Wir natürlich ausprobierten und bestätigen können. Nach diesen kleinen Köstlichkeiten machten wir uns auf den Heimweg ins Hotel.

San Mateo

Der achte Tag soll uns durch den Nordosten der Insel führen. Das Wetter ist hervorragend, wir fahren über die Autobahn bis nach Telde. Nachdem wir durch den kleinen Ort Las Vegas gefahren sind, erreichen wir Vega de San Mateo, kurz San Mateo genannt. Hier findet jeden Sonntag ein Viehmarkt statt, leider wussten wir das nicht und finden den Marktplatz leer vor. Doch ein Rundgang durch die kleine Stadt ist auch sehr schön und eindrucksvoll. Nach einem kleinen Imbiss fuhren wir weiter nach Teror. Die kleine Altstadt ist wirklich sehenswert, besonders die Basilika Nuestra Senora del Pino, hierbei handelt es sich um eine Figur der Jungfrau in einem silbernen Schrein. Nach diesen Eindrücken fahren wir ins Hotel und entspannen uns am Pool.

Ausgrabungsstätte La Guancha in Galdar

Der neunte und vorletzte Tag führte uns zu der Ausgrabungsstätte La Guancha in Galdar. Zu sehen sind ein paar Grabstätten und einige Grundmauern, sodass wir uns nicht lange aufhielten. Weiter ging es zum Lorbeerwald Los Tilos. Schon sehr beeindruckend, die Einheimischen sind zurecht stolz auf ihren Lorbeerwald. In Fontanales, einem kleinen Bergdorf, suchten Wir uns nach einem Rundgang durch das Dorf ein schönes Plätzchen für ein Picknick. Danach fuhren wir nach Artenara, mit 1200 m, ist das der höchste Ort der Insel. Wir bestiegen den Weg zu einer Christusstatue und genossen einen schönen Ausblick auf die Umgebung. Leider mussten wir uns auf den Rückweg machen, da wir einen langen Weg vor uns hatten und zum Abendessen im Hotel sein wollten. Den zehnten und letzten Tag verbrachten wir wieder auf der Promenade und packten unsere Koffer. Alles in allem war der Urlaub für uns sehr schön.

In Grand Canaria lässt es sich prima Urlaub machen. Das Wetter ist hier zumeist einmalig schön, es gibt gutes Essen, man kann die Insel während einer Rundreise erkunden oder Badeurlaub machen, man kann die Ruhe genießen oder Familienurlaub mit Kindern machen, man kann aber auch das Nachtleben erkunden oder auch Sport treiben! Hier gibt es für jeden Geschmack etwas.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.