Reisebericht Jamaica

Der Inselstaat Jamaika liegt in der Karibik, in Mittelamerika. Eine Reise auf die Insel Jamaika ist ein Traum. Es ist Mitternacht und hat noch 30 Grad. Tropisch- feuchte Luft auf meiner Haut, weicher Sand zwischen den Zehen, ein kaltes „Red Stripe“ – Bier in der Hand. Aus den Boxen der Beachbar tönt „No Woman No Cry“

Party Bucht Montego Bay

Montego Bay an Jamaikas Nordküste ist das Spaßzentrum der Insel. Edle Boutiquen, Dutyfreeshops und bunte Märkte garantieren Shoppingvergnügen. Dazu ist rund um die Uhr Party angesagt. Live Bands spielen an jeder Ecke, vom Strand geht es direkt zum Hip Strip, mit Restaurants, Bars und Clubs für jedem Geschmack: von Reggae über Ragga, Calypso und Ska bis zu den Hits aus den internationalen Charts. Die Verlockung ist groß, zwei Wochen in MoBay zu versacken, aber wir wollen mehr von der Insel sehen. Und das geht am besten mit dem Mietwagen.

Wasserwanderung

Unser erster Stopp ist Ocho Rios, 120 Kilometer oder zwei Autostunden östlich von MoBay. Die Küste dorthin gleicht einem botanischen Garten: Bambus, Palmen, Orchideen, Bananenpflanzen, Hibiskus, Mango- und rot blühende Flammenbäume und dazwischen immer wieder einsame weiße Sandstrände. Ocho ist ein lebhafter kleiner Badeort mit großen Kreuzfahrtschiff- Hafen. Etwa acht Kilometer außerhalb liegt die Attraktion Jamaikas, die Dunn`s River Falls. Die Wasserfälle waren unter anderem Schauplatz des ersten 007- Films. Heute trifft man sich hier zum Waterfall- Trekking. Alles was man braucht sind Bikini plus feste Badeschuhe- und los. Start ist unten am Strand, dann geht es 200 Meter steil bergauf. Gar nicht so einfach, die Felsen sind glitschig, und das Wasser, ist einige Grad kälter als die warme Karibik. Dafür halten sich alle Abenteurer teammäßig an den Händen, was schnell für nette Bekanntschaften sorgt. Nach einer Stunde sind wir oben, platschnass und hungrig. Jetzt hilft Jerk Food im Ocho Rios Jerk Centre. Das ist Huhn, Schwein oder Fisch, herrlich pikant gewürzt und kross gegrillt. Sehr lecker!

Film Kulisse in Port Antonio

Von Ocho fahren wir weiter nach Port Antonio an der Ostküste (ca. 100km). Im 19. Jahrhundert wurden hier Bananen verladen, was Harry Belafonte zu seinem Banana Boat Song inspirierte. Die pastellfarbenen Holzhäuschen und die paradiesischen Buchten rund um die Stadt haben auch Regisseure angezogen. „Die blaue Lagune“ wurde hier gedreht. Unser Lieblingsplatz: Long Bay, mit nichts als ein paar Beach- Bungalows, Bars und fünf Kilometern weißen Sand.

Action bei River Rafting

Danach ab zum River Rafting auf dem Rio Grande- das Gegenmodell zum Wildwasserrafting. Zwölf Kilometer außerhalb von Port Antonio legen wir auf zehn Meter langen Bambusflößen ab und treiben gemütlich durch den Urwald zum Meer. Der Capitain singt wie ein Gondoliere. Wer mag, springt zur Abkühlung in den Fluss.

Blue Mountains

Auf dem Weg in die Hauptstadt Kingston liegen die Blue Mountains. Hier wird der gleichnamige Kaffee angebaut, eine teure Spezialität, die vor allem nach Japan exportiert wird. Die Landschaft ist wunderschön: riesige Farne, Kiefern, Mahagonibäume. Dazu 2.000 Meter hohe Berge (der höchste: Blue Mountain Peak, 2.256m). Von dort oben geht es in steilen, schmalen Serpentinen direkt an die Südküste zur Hauptstadt.

Kingston

Wer hier Station macht, muss ins Bob- Marley- Museum. Sein halbes Leben ist hier ausgestellt: Gitarren, das Lieblingsjeanshemd, tausende von Zeitungsausschnitten, Fotos und Schallplatten. Bob war Legende- und Rastafari. Merkmal: Dreadlocks, Verzicht auf Alkohol, Kaffee, Nikotin, Fleisch und Salz- und vor allem der Glaube an einen schwarzen Messias. Den Rest von Kingston hat man schnell gesehen: das hellblaue Ward Theatre, die Uferpromenade und das Villenviertel Beverly Hills.

Sightseeing

Etwas westlich an der Südküste wartet Treasure Beach. Ein echter Geheimtipp: eine Hand voll Hotels, Fischrestaurants, tolle Wellen zum Surfen und die perfekte Lage für Ausflüge. Im Umkreis von 30 Kilometer liegen die „Appleton“- Rumfabrik, die Y.S. – Wasserfälle und der Black River, auf dem man spannende Krokodilsafaris unternehmen kann.

Strandleben

Jetzt sind wir fast einmal um die Insel herumgefahren. Es fehlt nur noch Negril, am westlichsten Punkt und berühmt für zwei Dinge: den elf Kilometer langen Strand und die Sonnenuntergänge. Hunderte versammeln sich täglich bei „Ricks Cafe“ im West End, um den Feuerball im Meer versinken zu sehen. Thema Nummer eins ist zurzeit das Reggae Sumfest im Juli in MoBay. Beim größten Festival des Jahres treten Stars aus aller Welt auf, von Bob Marleys Sohn Damian über Luciano bis Sizzla.

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