Reisebericht Kambodscha

Lesen Sie diesen Reisebericht über Kambodscha und seine weltberühmten Tempel, die Tempel von Angkor Wat. Kambodscha wird oft als Hinterindien bezeichnet. Es ist nach Singapur und dem Sultanat Brunei, das kleinste Land Südostasiens. Bekannt und in den letzten Jahren zunehmend zum Reiseland geworden ist Kambodscha insbesondere durch die wunderbaren Tempelanlagen von Angkor, die berühmten Silberpagoden und den Wat Phnom.

Aber wir sahen auch die dunklen Seiten der kambodschanischen Geschichte und besuchten der Gedenkstätten.

Neben den historischen Highlights dieses einzigartigen Landes, lernten wir auch das Land der Khmer mit den Bergdörfern kennen. Tropische Naturszenarien, landschaftliche Schönheit sowie Idylle faszinieren uns.

Phnom Penh

Angekommen in der Hauptstadt Kambodschas, fahren wir zum Hotel. Unser Hotel ist das Princess. wir machen eine Besichtigungstour durch die Stadt. Am Zusammenfluss von Mekong, Bassac und Tonle Sap gelegen, gilt Phnom Penh als die schönste der während der französischen Kolonialzeit in Indochina erbaute Stadt. Wir besuchen das Nationalmuseums, den Russischen Markt und den Königspalast. Das Nationalmuseum wurde 1917-1920 von französischen Wissenschaftlern aus roten Ziegeln im Khmer-Stil um einen sehr schönen, begrünten Innenhof erbaut. 1966 übernahm der kambodschanische Staat die Leitung der weltweit größten Sammlung von Khmer – Kunst, die dann unter der Herrschaft der Roten Khmer (1975- 1979) stark vernachlässigt, aber glücklicherweise von großen Plünderungen verschont blieb. Diese Kunst bietet die Möglichkeit, einen Überblick über die Khmer-Plastik und den Khmer-Bronzeguss vom 5. -19. Jahrhundert zu gewinnen.

Die heutigen Palastbauten entstanden im 20. Jahrhundert anstelle der 1813 erbauten Zitadelle Kev. Grundriss und Baustil des Palastes sind stark vom dem Königspalast in Bangkok beeinflusst. Der „Russische Markt“ ist eine Fundgrube für Souvenirs, Seidenwaren, Antiquitäten, Buddha-Statuen, Silbergefäße usw., für deren Kauf allerdings Erfahrung notwendig ist, da bei weitem nicht alles Antik ist. Abend fahren wir mit dem Tuck Tuck an die Uferpromenade des Mekong. Wir besuchen ein ausgezeichnetes Restaurant hoch über der Stadt, in dem wir hervorragend aber nicht ganz billig speisen. Anschließend laufen wir noch ein wenig durch Phnom Penh. Hier sind wir wohl ein wenig ins Rotlichtmilieu abgedriftet, sehr interessant. Wir setzen uns in ein Straßencafe und beobachten das Geschehen, bevor wir mit dem Tuck Tuck zurück ins Hotel fahren. 2. Tag – Der Tempel Angkor Wat, das achte Weltwunder. Nach dem Frühstück fahren wir zum Flufhafen und fliegen nach Siem Reap. Siem Reap ist der Ausgangsort zum Besuch der Tempel von Angkor. In den Jahren der Kriegswirren von der Welt nahezu vergessen, mausert sich die Angkorregion nun zu einer Touristenattraktion Südostasiens. Am Flugplatz von Siem Reap wartet schon unser Reiseleiter und der Kraftfahrer auf uns.

Transfer zum Hotel. Sofort danach geht es zu den weltberühmten Tempelanlagen Angkor Wat. Dieses wunderbare, aus Sandstein errichtete Bauwerk gilt als das achte Weltwunder. Hier kann man das längste zusammenhängende Flachrelief der Welt bewundern. Es gewährt den Einblick in die Geschichte der hinduistischen Mythologie. Außerdem besichtigen wir die Stadt Angkor Thom. Die befestigte Königsstadt hat fünf gewaltige Tore und ist von einem 100 Meter breiten Graben umgeben. Im Zentrum befinden sich die wichtigsten Tempelanlagen wie z.B. der Gesichtertempel, Bayon, die Elefantenterrasse und der ehemalige Königspalast. Es gibt nur wenige Orte auf der Welt die es an Faszination mit Angkor Wat aufnehmen können. Dem Herz des mächtigen Khmerreiches, das von 9.-13. Jahrhundert in Indochina ausdehnte. Heute ist Angkor ein großartiger Archäologischer Park.

Auch als Angkor seine Hauptfunktion verlor, sank es nicht ins Vergessen, denn der Tempel Angkor Wat wurde in ein buddhistisches Kloster umgewandelt und blieb ein Ort des Gottesdienstes. Schon die ersten portugiesischen und spanischen Missionare und Abenteurer des 16. Jahrhunderts kannten den Ort, der von dem Portugiesen Diogo do Couto ausführlich beschrieben wurde. Zurück in Siem Reap machen wir noch einen Rundgang über den Markt. Wir kaufen noch ein paar Souvenirs, für jeden eine Apsara, eine himmlische Tänzerin aus Bronze. In der Gaststätte „Khmer“, ein Insider Tipp unseres Reiseleiters, essen wir zu Abend. Gut, reichlich und preiswert ist hier alles. Wir sind sehr zufrieden mit dem Erlebten des heutigen Tages. Als Letztes für heute, lassen wir noch von der Hotelterrasse, auf dem Dach unseres Hotels, einen Blick über das abendliche Siem Reap schweifen.

Der Tonle Sap – der größte See Asiens

Der heutige Tag steht wieder ganz im Zeichen der Tempelanlagen von Angkor. Wir sehen die verschiedenen Tempel von Ta Prohm, Ta Keo, Banteay Samre und Bamteay Srei. Der Besuch des Tempels Ta Prohm gehört zu den Hauptattraktionen von Angkor. Es ist so bedeutsam, weil er vom Urwald überwuchert ist. Eine der gesamten Tempelanlagen, die noch heute fast so aussieht wie damals, bevor man sie entdeckt hatte. Der für mich beeindruckendste Tempel ist der Ta Prohm. Der naturbelassene Tempel ist gigantisch und war für mich der Grund, nach Kambadscha zu reisen. Meine Vorstellungen wurden übertroffen. Die Fernsehwerbung eines bekannten Reiseveranstalters kommt dem erlebten hier schon sehr nahe. Die Naturgewalten am Ta Prohm Tempel, festgehalten auf einigen Fotos, das war mein Ziel. Die Tempel und Ruinen von Angkor gehören zu den Klassikern und zählen außerdem zum Weltkulturerbe.

Am Nachmittag fahren wir zum nahe gelegenen größten Binnensee Asiens, dem Lake Tonle Sap. Dieser See ist riesig. Man kann das andere Ufer nicht sehen. Der See gleicht einem Meer. Das Ufer ist schlammig. Eine Straße führt bis zu einer Bootsanlegestelle. Wir fahren mit einem Boot auf den See. Hier gibt es viele schwimmende Häuser und für Touristen ein schwimmendes Restaurant sowie Souvenirverkäufer, Krokodile und Schlangen. Nach einer Kaffeepause auf dem Wasser geht es zurück. Wieder an Land wartet unser Kraftfahrer auf uns. Rechts und links der Straße befinden sich äußerst ärmliche Hütten. Die Menschen sind hier offensichtlich sehr arm. Die meisten haben viele Kinder. Manche betteln. Wir geben was wir haben, aber unsere mitgebrachten Süßigkeiten sind bald alle. Zurück im Hotel machen wir uns etwas frisch, denn heute erwartet uns noch der Apsaratanz. Die Himmelstänzerinnen sind wunderschön zurecht gemacht und bewegen sich nach strengen Regeln sehr graziös. Eine landestypische und farbenfrohe Veranstaltung, die uns sehr gut gefällt.

Siem Reap – Phnom Penh

Da im Tempelbezirk von Siem Reap keine Hotels gebaut werden dürfen, konzentriert sich die touristische Infrastruktur auf die Stadt am Siem Reap Fluss. Reisende finden hier unzählige Hotels, Restaurants, Souvenirgeschäfte und Mopedtaxis vor. In Siem Reap findet man zudem ein pulsierendes Nachtleben vor. Heute Vormittag, unserem letzten Tag in Siem Reap, besuchen wir den Tempelberg Ta Keo. Er ähnelt einer Pyramide, auf der fünf quadratische Türme mit einem Dach aus Ziegeln stehen. Des Weiteren können wir den Sras Srang und den Thommanon Tempel bestaunen. Zudem sehen wir den Chau Say Tevoda, Bantay Kdei, Neak Pean und Kravan Tempel stehen zusätzlich auf dem Programm. Mittags Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Phnom Penh. Phnom Penh wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer französischen Kolonialstadt mit Geschäftshäusern im chinesischen Stil, Regierungsbauten, Hotels und Villen im Kolonialstil und breiten Boulevards. Die Palmenumsäumte Flusspromenade am Tonle Sup verleiht der Stadt ihren besonderen Charakter. Hier trifft sich am Sisowath Quay abends die halbe Stadt.

Im Norden, dem früheren Französischen Viertel liegen Villen, Botschaften und Hospitale. Südlich, parallel dem Tonle Sap, zieht sich das ehemalige französische Verwaltungsviertel mit hübschen Kolonialstilbauten bis zum Mekongzusammenfluss hin. Grünanlagen, Banken, Hotels, Ministerien, die Hauptpost sowie die Nationalbibliothek umgeben den Wat Phnom Penh Hügel. Im Süden des Wat Phnom liegt das Herz der Altstadt mit der Markthalle – Psah Thmei- als Zentrum. Wir machen einen ausgedehnten Stadtbummel und schländern am Abend an der Uferpromenade entlang. Seinen krönenden Abschluss findet der Tag mit einer Schiffsfahrt auf dem Tonle Sap, dem Tonle Bassac und dem Mekong. Denn hier in Phnom Penh fließen die drei Flüsse zusammen. Ein Sonnenuntergang über der Stadt ist ein tolles Erlebnis und rundet die Ereignisse des Tages ab.

Killing Fields

Am Vormittag besuchen wir die Zentralmarkthalle, sie ist das Zentrum der Altstadt. Die Art-Deco-Kuppel auf dem Gebäude ist eine der größten der Welt und eines der Wahrzeichen von Phnom Penh. Von dem runden Mittelteil erstrecken sich Hallen in alle Richtungen. Zahllose Stände bieten Textilien, Stoffe, Unterhaltungselektronik, Goldschmuck, Schreibwaren, Bücher usw. an. Ebenfalls gibt es hier viele Blumenstände, Läden und Restaurants. Wir schauen uns alles an und kaufen natürlich wieder ein. Danach fahren wir mit einem Tuck Tuck zu einem Restaurant, hier gibt es die für Asien so typischen Nudelsuppen. Zurück zum Hotel, wo unsere Reiseleiterin schon auf uns wartet.

Wir besichtigen Wat Phnom , das älteste Heiligtum der Stadt. Danach fahren wir zu „ Killing Fields“ mit dem Massengräbern der Roten Khmer. Dies sind Schauplätze der grausamen Massaker von 1975. Choeng Ek Memorial, das Vernichtungslager liegt etwa 15 Km südwestlich der Stadt an der Verlängerung des Samdach Monireth- Boulevard. Heute ist unser letzter Abend in Kambodscha, deshalb gehen wir nochmal toll essen in einem super chinesischen Restaurant. Am nächsten Morgen geht es gleich früh zum Flughafen. Wir fliegen nach Hause.

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