Reisebericht Kos

Reisebericht über die griechische Insel Kos. Dieses Mal geht unsere Reise auf die Insel Kos. Nachdem die Insel gute Möglichkeiten bietet, sich zu erholen, aber auch eine interessante geschichtliche Vergangenheit hat, sind hier einige Highlights für Sie zusammengefasst. Vielleicht ist Kos ja auch für Sie eines Ihrer nächsten Reiseziele.

Allgemeines zu Kos

Kos ist eine griechische Insel, die in der Ägäis liegt und zur Inselgruppe der Dodekanes gehört. Mit ihrer Gesamtfläche von ca. 290 Km² zählt Kos zu den kleineren Urlaubsinseln. Insgesamt ist die Insel nur ca. 50 Kilometer lang und die schmalste Stelle ist lediglich 8 Kilometer breit. Das Gebirge hat auf dem höchsten Punkt eine Höhe von 846 Metern – dieser liegt auf dem Berg Dikeos. Aufgrund der Nähe zur Türkei liegt die asiatische Küste so nahe, dass man sie bei gutem Wetter deutlich sehen kann. Von Kos-Stadt werden zahlreiche Schifffahrten in die türkische Stadt Bodrum angeboten. Bereits am ersten Tag stellt man fest, dass viele Einheimische und Urlaubsgäste auf der Insel Kos das Fahrrad als Fortbewegungsmittel nutzen. Daher wird Kos auch als die Radfahrer-Insel bezeichnet. Und gerade weil das Fahrradfahren auf Kos so beliebt ist, hat man in den letzten Jahren reagiert und auf vielen Straßen den Autofahrern eine Spur genommen und kurzerhand als Fahrradweg umfunktioniert.

Aussprache von Kos

Gerade bei Kos rätseln viele, wie diese Insel überhaupt ausgesprochen wird. Wird das „o“ gedehnt, also „Koos“ oder nur kurz, also „Koss“, ausgesprochen? Da es im Neugriechischen keinen lange geschlossene Vokale gibt und der Buchstabe Sigma (als das „S“) immer scharf ausgesprochen wird, wird der Inselname korrekt „Koss“ ausgesprochen.

Kos-Stadt

Unser erster Ausflug unseres Kosurlaubs geht in die Hauptstadt der Insel – nach Kos-Stadt. Kos-Stadt liegt an der Nordküste der Insel. Schon als wir in die Stadt hineinkommen, begeistert uns das ca. 18.000 Einwohner große Städtchen. Die Stadt ist sehr grün. Das Herzstück von Kos-Stadt ist der Mandraki-Hafen. Die schöne Uferpromenade führt uns, vorbei an vielen Souvenirläden, direkt in das Zentrum der Stadt. Hier laden uns zahlreiche Cafes zum Verweilen ein. Auffallend ist das Cafe in der Defterdar-Mosche. Die Mosche wurde bereits im Jahr 1725 gebaut, dient jedoch heute nicht mehr als Gebetsstätte, sondern beherbergt einige kleine Läden und ein sehr schönes Cafe.

Platane des Hippokrates

Eine uralte Platane in der Nähe des Mandraki-Hafens sollte man bei einem Besuch von Kos-Stadt auf jeden Fall besichtigen. Zwar kann das Alter der Platane, die bereits von zahlreichen Stahlgerüsten und Marmorsäulen gestützt wird, nicht exakt bestimmt werden, man geht jedoch davon aus, dass sie bereits über 2.400 Jahre alt ist. Geht man nach den Erzählungen, soll die Platane durch den Arzt Hippokrates höchstpersönlich gepflanzt worden sein. Hippokrates soll auch unter jener Platane seine Schüler gelehrt und selbst geruht haben. Eine weitere Erzählung besagt, dass unter der Platane des Hippokrates auch der Apostel Paulus das Evangelium gepredigt haben soll.

Agorá

Im Jahr 1933 wurde Kos von einem schweren Erdbeben, das eine Stärke von 8,5 auf der Richterskala hatte, heimgesucht. Dabei wurden die Häuser so stark beschädigt, dass diese abgerissen werden mussten. Im Stadtzentrum kam das Zentrum des antiken Kos ans Tageslicht – die Agorá. Agorá war damals der Mittelpunkt des öffentlichen und sozialen Lebens einer jeden Stadt. Aber auch Tempel, Heiligtümer und Behörden befanden sich im Stadtzentrum. Heute ist die damalige Agorá zu besichtigen. Geht man durch die Agorá, kann man noch diverse archäologische Überreste bestaunen. Darunter auch die Grundmauern einer frühchristlichen Basilika aus dem 5. Jahrhundert und zwei Säulen, die zu einer langen Säulenhalle gehörten.

Johanniterkastell

Das Johanniterkastell befindet sich auf einer kleinen Halbinsel, die den Hafen auf der östlichen Seite begrenzt. Das Johanniterkastell wurde – wie der Name bereits sagt – nach den Johanniterrittern benannt. Die Ritter kamen im 14. Jahrhundert nach Kos und hatten der Burg ihr heutiges Aussehen gegeben. Von 1523 bis 1908 gehörte die Burg den Osmanen, nachdem die Johanniter eine Niederlage auf Rhodos verschmerzen mussten.

Kos-Stadt bei Nacht

Vor allem wegen des Nachtlebens sollte man Kos auch einmal nach Einbruch der Dunkelheit besuchen. Das kleine Städtchen verwandelt sich in ein herrliches Kneipenviertel, dessen Flair die Sommernächte sehr kurzweilig werden lässt. Die Atmosphäre direkt am Meer lässt den griechischen Rotwein erst so richtig zur Geltung kommen. Ein Urlaub auf der Insel Kos in Griechenland ist sehr empfehlenswert!

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