Reisebericht Mallorca

Mallorca, das kann doch nicht nur der Ballermann sein. Also machen wir uns auf, um andere Seiten von der Insel kennenzulernen und diese beschreibe ich euch in meinem Reisebericht. Schon im Vorfeld möchte ich den Urlaub auf Mallorca, als einen wunderschönen und gelungenen Urlaub bezeichnen.

Alcudia

Unser Hotel ist in Alcudia, das liegt im Nordosten der Insel an der Bucht von Alcudia. Hier ist es wunderbar für Familien mit Kindern. Der 11 km lange Sandstrand in der Bucht fällt hier flach ins Meer ab, so dass die Kleinen gefahrlos planschen können.

Alcudias historischer Stadtkern liegt auf einem kleinen Berg und hier können wir herrlich schlendern. Schöne alte Gebäude, eine mittelalterliche Stadtmauer, hübsche kleine Restaurants und Geschäfte. Und von hier oben haben wir einen tollen Blick.

In der Nähe von Alcudia besuchen wir die Höhle Sant Marti. Früher war es eine Kultstätte und im 13. und 14. Jahrhundert wurden hier zwei gotische Kapellen gebaut, die man über eine Treppe, die in den Fels gehauen wurde, erreichen kann. Wirklich sehr sehenswert.

Wieder am Strand schlendern wir noch zum Hafen Puerto de Alcudia. Hier liegen bunte Fischerboote neben eleganten Yachten.

Serra de Tramuntana

Mit einem Mietwagen machen wir uns auf die Insel zu erkunden. Uns zieht es zunächst einmal in die Berge. Die Serra de Tramuntana ist ein Gebirge, dass die gesamte Westküste Mallorcas entlangführt. Wir fahren erst einmal ein Stück in die Berge hinein, Straßen und Wanderwege gibt es hier viele. Ab und zu steigen wir aus, gehen ein Stück und geniessen den Ausblick. Es ist herrlich hier, fernab von Strandleben und Touristenrummel. Nicht so viele Leute haben sich hierher verirrt, ab und zu treffen wir auf ein paar Wanderer, die uns ganz begeistert von der herrlichen Natur erzählen. In der Serra de Tramuntana erleben wir eine schöne, wilde Landschaft zum Teil gibt es auch noch die ursprünglichen Pflanzen hier.

Der höchste Berg ist der Puig Major mit 1445 Metern Höhe. Nur 13 km von seinem höchsten Punkt entfernt liegt der Ort Soller. Hier schauen wir uns ein bisschen um. Es gibt hübsche Patrizierhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert und eine kleine Pfarrkirche mit einem Rosettenfenster. Wir schauen uns hier den einzigen botanischen Garten Mallorcas an und bewundern etwa 400 Pflanzen, die alle auf den Balearen heimisch sind.

Mit dem Port de Soller hat der Ort auch einen Zugang zum Mittelmeer. Hier verweilen wir ein bisschen und essen in einem der kleinen Restaurants.

Cala Tuent

Weiter geht es durch die Serra, schließlich gelangen wir nach Cala Tuent, eine traumhafte kleine Bucht. Am Rande stehen ein paar kleine Häuser in einem Kiefernwald. Zum Glück haben wir unsere Badesachen mit, und lassen hier in der fast menschenleeren Bucht den Tag ausklingen.

Cabrera Nationalpark

Unsere nächste Tour führt uns in den Süden Mallorcas. Unser Ziel ist Colonia de Sant Jordi. Wir haben gehört, dass man von hier aus mit einem Boot zum Cabrera Nationalpark kommt. Auf eigene Faust kommt man dort nämlich nicht hin, sondern nur mit Führung. Der Nationalpark umfasst eine vor der Südspitze Mallorcas liegende Inselgruppe, bestehend aus der Hauptinsel Cabrera und 18 kleinen Inseln. Auch das Meer drum herum gehört zum Nationalpark, Delfine und Wasserschildkröten leben hier, aber leider bekommen wir keine zu sehen.

Cabrera

Die Hauptinsel Cabrera ist 17 qkm groß und wir sehen und erfahren viel während der Führung. Während des spanischen Unabhängigkeitskrieges wurden hier bis zu 6000 französische Kriegsgefangene festgehalten. Ein kleines Museum erzählt aus dieser Zeit. Und es existiert auch ein Denkmal, zur Erinnerung an die Franzosen, die hier zum größten Teil verhungerten. Wir sehen auch noch eine Festung und eine kleine Wallfahrtskirche. Neben Fischadlern und Wanderfalken, die an den Steilküsten leben, gibt es jede Menge Eidechsen und Salamander.

Bis in die 80er Jahre war Cabrera ein militärisches Übungsgebiet, das hat den Lebensraum der Tiere stark bedroht. Große Demonstrationen sorgten u.a. dafür, dass das Übungsgebiet geschlossen wurde.

Auf der Rückfahrt hält unser Boot noch vor der Cova Azul. Das ist eine Höhle, in die man nur vom Meer aus gelangen kann. Es ist atemberaubend schön hier. Durch Reflexionen schimmert der Sand am Boden der Höhle in verschiedenen Blautönen.

Palma

Jetzt müssen wir natürlich auch noch mal nach Palma, der Hauptstadt Mallorcas. Palma liegt im Westen an der Bucht von Palma. Als erstes möchten wir zu der berühmten Kathedrale, sie schimmert schon von weitem irgendwie golden. Im Inneren der Kathedrale ist es sehr beeindruckend am meisten gefällt uns ein riesiges Rosettenfenster. Wir lassen uns sagen, dass es am schönsten ist, wenn morgens die Sonne durch das farbenfrohe Fenster hindurch scheint. Leider ist es jetzt schon Mittag. Das Fenster hat 12,55 Meter Durchmesser und soll mit 97,5 qm Fensterfläche das größte gotische Rosettenfenster der Welt sein. Auch die riesige Orgel beeindruckt uns sehr.

Anschließend schlendern wir durch die urigen, engen Gassen der Alstadt. Hier gibt es so viele schöne Geschäfte und Restaurants. Schließlich gelangen wir zum Hafen, mal sehen ob die königliche Yacht da ist. Nein, leider nicht. Oberhalb des Hafens entdecken wir eine Festung und machen uns auf den Weg zu ihr. Es ist das Castell de Bellver und liegt 112 Meter oberhalb des Hafens. Diese Festung ist einmalig in Spanien. Sie wurde rund um den Innenhof herum gebaut. Von einem der 4 Türme haben wir einen traumhaften Blick in Landesinnere und auch über das Meer.

S‘ Arenal

Wir schlendern an der Bucht von Palma entlang. Na gut, dann eben doch noch einmal nach S‘ Arenal. Das ist der südöstliche Teil der Bucht mit dem Ballermann. Am alten Ortskern am Hafen können wir erahnen, das hier früher mal ein hübsches Fischerdorf gewesen sein muß. Heute treffen wir hier auf Menschen so weit das Auge reicht, Hotels und Strandbars. Man muß es ja mal gesehen haben. Den typischen Anblick von Plastikeimern mit Strohhalmen, aus denen Sangria getrunken wird, gibt es nicht mehr. Das ist seit einiger Zeit verboten, dafür wird der Sangria jetzt aus nicht weniger großen Ton- oder Glasbehältern getrunken. Es herrscht hier schon am Nachmittag eine ausgelassene Partystimmung.

Wir lassen den Tag aber lieber im ruhigeren Teil der Bucht von Palma ausklingen.

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