Reisebericht Marokko

Lesen Sie diesen Reisebericht über Marokko in Nord-Afrika und seine wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Naturwunder, über die Königsstädte und das Atlasgebirge. Marokko ist ein populäres Reiseziel. Neben Sonne, Sand und Meer lockt auch die Exotik des Orients. Dieses Land besitzt eine große landschaftliche, kulturelle und klimatische Vielfalt. Umgeben im Norden vom Mittelmeer, im Westen vom Atlantik und im Osten und Süden vom Sandmeer der Sahara. Marokko Land der Gegensätze. Heiße Wüstenwinde, die schneebedeckten Bergmassive des Hohen Atlas, jahrtausendealte und junge Kulturen miteinander verschmolzen.

Fes, die bedeutendste Königsstadt

Wir flogen von Deutschland nach Fes, dem Anfangspunkt unserer Rundreise. Fes, die älteste und bedeutendste der vier Königsstädte Marokkos befindet sich im Landesinneren.

Fes ist seit Jahrhunderten ein politisches, geistiges, intellektuelles und wirtschaftliches Zentrum. Wir besichtigten diese faszinierende Stadt, den Königspalast, das Judenviertel, die mittelalterliche Medina mit den wichtigsten religiösen Stätten, Moscheen und das Mausoleum von Moulay Idris II. Außerdem besuchten wir den farbenfrohen Souk. Ein Streifzug durch das Viertel der Gerber und Färber von Fes gleicht einem Ausflug in vergangene Tage. Hier werden Tierhäute noch nach uralten Verfahren verarbeitet.

Ausgrabungen von Volubilis

Auf dem Weg von Fes nach Meknes fahren wir zu den antiken römischen Ausgrabungen von Volubilis mit den gut erhaltenen Mosaiken. Die Mosaiken gehören zu den reizvollen Überresten von Volubilis, der größten römischen Ruinenstadt des Landes. Von hier hat man einen einmalig schönen, geradezu beflügelnden Rundblick auf Berge und Täler. Weiter sahen wir den Wallfahrtsort Moulay Idris. Die Stadt Moulay Idris nördlich von Meknes als heiligste Stadt Marokkos mit dem Grabmal des Gründers des ersten morokkanischen Staates, Idris I. (9. Jahrhundert) hat am stärksten ihren islamischen Charakter beibehalten. Eine außergewöhnlich prachtvolle Anlage in wunderschöner Umgebung.

Meknes

Ankekommen in der Königsstadt Meknes, besichtigen wir die Altstadt mit den Stadttoren und Speicherhäusern. Geografisch gesehen trennen Fes und Meknes nur 60 km, doch zeitlich sind die beiden Königsstädte hunderte von Jahren voneinander entfernt. Der Glanz und die Herrlichkeit von Meknes, die in manchen Bauten noch ersichtlich sind, reichen in das 17. Jh. zurück. Meknes ist die Stadt des Alauiten-Sultans Mulai Ismail, der 1672-1727 regierte und als der Ludwig XIV. von Marokko bezeichnet wird. Nach dem Verlassen der Königsstadt Meknes fuhren wir weiter zur Hauptstadt und heutigen Residenz des Königs, nach Rabat an der Atlantikküste.

Rabat

Als Marokko 1956 seine Unabhängigkeit wiedererlangte, wurde Rabat, die Stadt an der Mündung des Flusses Bou Regreg, Königsresidenz, Sitz der Regierung und der Verwaltung. Wir besichtigten den Königspalast und das Königsmausoleum von Rabatt. Hier ruht Sultan Mohamett V., Vater des jetzigen Königs Hassan II. Weiter sahen wir den Hassan-Turm, er ist ein unvollendetes Minarett und ist das Wahrzeichen von Rabat. Danach fuhren wir in die Schwesterstadt Sale, sie ist reich an Handwerken wie Schmiedekunst, Steinmetz-, Kupfer- und Messingarbeiten. Weiterfahrt nach Casablanca.

Casablanca

Eine junge Weltstadt, mit kaum orientalischem Flair. In der europäischsten und größten Stadt Marokkos lebt etwa jeder 10. Marokkaner. Von den modernen Gebäuden im Zentrum geht ein ganz realer Wohlstand aus. Die Straßen sind von Palmen gesäumt, und in schattigen Parks laden Cafes zum marokko_casablanca_004 Verweilen ein. Die Moschee Hassan II.,1993 erbaut, an der Küste ist nicht zu verfehlen. Nachts weist ein Laserstrahl von der Spitze des nahezu 200 m hohen Minaretts Richtung Mekka. Tausende von marokkanischen Handwerkern haben die eindrucksvollen Details des gewaltigen Gebäudes geschaffen, das der betriebsamen Stadt ein spirituelles Gepräge gibt. Zu der ummauerten Altstadt bedarf es keiner größeren Erläuterung, sie ist so klein, dass man sich nicht ernstlich verirren kann. Im südöstlichen Gebiet von Casablanca befindet sich die in den 1930er Jahren von den Franzosen erbaute Neue Medina. Mit ihren geraden, übersichtlich angelegten Straßen ist sie eine moderne Version des alten Stadtkerns.

El Jadira

Wir fuhren weiter die Küstenstraße nach Süden. In El Jadida sahen wir die portugiesischen Befestigungsmauern. Safi ist das Töpferzentrum des Landes, wo es schöne Keramiken zu bewundern gibt. Sehenswert ist auch die kleine Medina.

Essaouira

Wir fuhren weiter nach Essaouira, Urlaubsort und Küstenstadt des Landes mit portugiesischen Befestigungsanlagen und einer besonders reizvollen Medina. Weiter geht’s nach Marrakesch, der wohl schönsten Königsstadt und „Perle des Südens“.

Marrakesch

Nahe dem Ortsende der Avenue Mohammed V. ragt ihr Wahrzeichen auf, das elegante 76m hohe Minarett der Koutoubia-Moschee. Auf dem Djemaa el-Fna, Nordafrikas farbigstem Marktplatz nordöstlich der Moschee, geht es wie im Zirkus zu. Hier treten Akrobaten auf, Jongleure, Märchenerzähler, Feuerschlucker, Wahrsager, Schlangenbeschwörer, tanzende Derwische und Verkäufer von allerlei Zaubertränken und es gibt viele, sehr viele Garküchen. Obwohl der faszinierende Platz Touristen anzieht, sind sie in der Minderheit – bei Tag und bei Nacht. Vom Djemaa el-Fna führen verschiedene Tore und Durchgänge in die Medina, die für ihre ausgedehnten Souks berühmt ist. Bei einer Stadtrundfahrt sahen wir die Saadier-Gräber, das Koutoubia-Minarett, die Menara-Gärten, beeindruckende Paläste und Stadtmauern. In den Souks besuchten wir u.a. die Färbergasse sowie das Schmiedeviertel.

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