Reisebericht Rundreise südliches Afrika

Unsere Reise durch das südliche Afrika sollte mehrere Wochen dauern und war interessant, sehenswert, exotisch, faszinierend aber auch anstrengend. Lesen Sie diesen Reisebericht, vielleicht gefällt Ihnen ja das südliche Afrika genau so gut wie uns. Diese Reise war sehr beeindruckend und vielseitig, hoch interessant und äußerst sehenswert!

Stellenbosch

Wir flogen mit British Airways via London nach Kapstadt. In Cape Town, Kapstadt, sowie der näheren und weiteren Umgebung gab es viel zu sehen. Gleich am ersten Tag fuhren wir nach Stellenbosch, der zweitältesten Siedlung Südafrikas. Stellenbosch ist so reizvoll, dass man gern verweilen möchte. Nachdem wir die Stadt ausgiebig besichtigt hatten, gut gegessen und die ersten Einkäufe auf den Markt getätigt hatten, fuhren wir zu einem Weingut. Es lag in einer parkähnlichen Anlage mit interessanten Gebäuden, besonders faszinierend eine Skulpturenausstellung, riesige Keller mit großen Weinfässern, schön angelegte Gartenanlagen und nicht zuletzt die Weinprobe.

Kapstadt

Zurück in Kapstadt. Nur wenige Städte, dieser Welt haben eine solch grandiose und unverwechselbare Kulisse wie Kapstadt, das sich zu Füßen des majestätischen Tafelberges ausbreitet. In Kapstadt gibt es riesige Einkaufszentren. Eins der bekanntesten „Victoria & Alfred Waterfront“. Ein Einkaufserlebnis besonderer Art verbunden mit einem Besuch im Oceanaquarium. In den weiträumigen Anlagen des Zentrums, direkt am Wasser gab es jede Menge Restaurants, Caffes, Märkte aber auch Museen und Galerien. Hier konnte man ausgiebig die afrikanische Kunst bewundern und lieben lernen. In Kapstadt gab es eine Menge zu entdecken. Moderne Gebäude der Geschäftswelt, tolle Hotels, alte Gebäude im Kolonialstil, Theater, Opernhaus, ein wichtiges Wirtschaft- und Kulturzentrum, so wie Parks und liebevoll angelegte Gärten. Man kann gut verstehen, dass die Stadt in der jüngsten Zeit auch zum Hauptanziehungspunkt für Touristen geworden ist. Die gebirgige Halbinsel am Südwestende Afrikas wurde zum Cape Pininsula National Park erklärt.

Der Nationalpark umschließt u.a. den Tafelberg und das Cape of Good Hope Nature Reserve. Mächtig ruht der breite Rücken des Tafelberges hinter der Skyline von Kapstadt. Von englischen Traditionen und einer mediterranen Atmosphäre geprägt, atmet die Metropole der Kapprovinz einen liberaleren Geist als jede andere Stadt im südlichen Afrika. Endlich spielte das Wetter mit, nach dem dritten Anlauf, fuhr auch für uns die Seilbahn auf den Tafelberg. Ein einzigartiger Ausblick auf Kapstadt. Wir machten noch einen Rundgang in 1100 Meter Höhe auf dem Tafelberg, sammelten noch ein paar kleinere Felssteine zum Andenken und fuhren mit der Seilbahn wieder nach unten. Anschließend fuhren wir weiter, südlich von Kapstadt windet sich eine Küstenstraße durch die eindrucksvolle Landschaft der Halbinsel, die etwa 50 Kilometer lang ist. Nahe dem Ufer reichten hier und da weiße Felsgruppen aus dem Meer, welches hier dunkelblau und türkisfarben schimmerte. Mit dem Schiff besuchten wir Seal Island. Hier leben neben anderen Robbenarten südafrikanische Seebären. Auf dem Rückweg machten wir einen Stopp am Boulders Beach um die entzückenden Pinguine zu beobachten. Am Abend dieses interessanten Tages aßen wir im Lelapa Restaurant im Langa Township zu Abend um dort das Leben der Bewohner in den südafrikanischen Townships kennen zu lernen.

Mossel Bay

Am nächsten Tag fuhren wir über den Lowry-Pass via Mossel Bay und Swellendam noch George an der wunderschönen Gartenroute gelegen. Wir beziehen ein fürstliches Zimmer im Hotel King George. Dieses Hotel im kolonialen Stil, mit seiner entsprechenden Ausstattung, seinen gepflegten Gartenanlagen und den Koiteichen, gefällt uns ausgesprochen gut. Auch der nächste Tag ist wieder voller neuer Eindrücke und Erlebnisse.

Oudtshoorn

Wir fahren durch die Outeniqua-Berge nach Oudtshoorn und besichtigen die Cango Caves (Cango Höhlen), eines der schönsten Naturerscheinungen Südafrikas. Sie stehen unter Denkmalschutz. Unterirdische Schatzkammern der Natur, Säulen, Stalagtiten und kristallene Becken, glitzern alle wie Edelsteine. Das nächste Ziel, eine Straußenfarm. Zentrum der Straußenzucht ist Oudtshoom in der nördlichen Kapprovinz. Auf der Safari Farm erfährt der Besucher alles über die Lebensweise des Riesenvogels. Gezüchtet werden die Tiere freilich, weil sie Federn, Fleisch und Leder liefern. Bei einem gemeinsamen Essen können wir die Spezialitäten vom Strauß kennen lernen, hier ist alles was auf den Tisch kommt, von der Vorspeise bis hin zum Nachtisch vom Strauß. Das Essen ist sehr schmackhaft und wir sind überrascht, was man alles aus diesen Vögeln zaubern kann. Nach der Besichtigung der Straußenfarm, einem Straußenrennen, der verschiedenen Produktionsstätten und Souvenirläden fahren wir weiter auf die ,,Cango Wildlife Ranch“. Hier gab es seltene Tiere zu besichtigen. Das wichtigste Ereignis auf dieser Ranch war für uns, dass wir hier Geparden aus nächster Nähe betrachten konnten. Wir durften in das Gehege der Geparden, durften beobachten, sie streicheln und für einen kurzen aber aufregenden Moment an ihrem Leben teilhaben. Zur Belohnung für unseren Mut erhielten wir ein Zertifikat. „This is to Certify that Barbara W. has touched a cheetah at the Cango Wildlife Ranch“.

Port Elizabeth

Am nächsten Tag fahren wir nach Port Elizabeth. Wir genießen die herrliche Fahrt in Richtung Wilderness mit breiten Sandstränden, unvergleichlich schöner Landschaft, die Bootsfahrten, die Nature Reserve, die Nationalparks, die kleineren Geschäfte und Märkte sowie die großen Einkaufszentren. Von Port Elizabeth fliegen wir mit South African Airways nach Durban.

Durban

Durban ist die drittgrößte Stadt in Südafrika. Sie liegt im Gebiet von KwaZulu-Natal und ist dessen Hauptstadt. Durban ist bekannt durch seinen verkehrsreichen Hafen und Zentrum des Fremdenverkehrs. Nach einer Stadtrundfahrt und einer Fahrt nach Ushaka Island geht es landeinwärts in die unbeschreiblich schöne Landschaft der Dragensberge zum Sani Pass Hotel.

Königreich Lesotho

Wir fahren mit dem Allradjeep auf den 2900 m hoch liegenden Gebirgspass ins Königreich Lesotho, das ,,Königreich im Himmel“. Hier kann man großartige Gebirgslandschaften mit verschneiten Gipfeln, mit Blumen übersäte Almen, majestätische Wasserfälle und in eine Art Toga gewandete Hirten sehen. Wir besuchen einige Familien in Ihren Rundhütten. In der Mitte der kleinen Steinhütte ein Feuer als Kochstelle und als Wärmequelle, ein Holzregal mit etwas Geschirr und einigen verbeulten Töpfen, unterm Dach alles schwarz, Ablagerungen vom Feuer. Es liegt ein teeriger Geruch in diesen Hütten, kaum auszuhalten. Jetzt ist hier oben Sommer, trotzdem mussten wir warme Kleidung tragen. Im Winter sind hier -20 Grad. Kaum vorstellbar in Anbetracht dieser ärmlichen Hütten. Man bietet uns selbstgebrautes etwas bitter schmeckendes Maisbier und selbst gebackenes Brot an. Beeindruckend sind die tief eingeschnittenen Täler und zerfurchten Hochebenen. Der karge Bewuchs reicht meist nur als Weidegrund für Schafe und Ziegen. Eine karge Landschaft mit freundlichen Menschen, die hier oben ein naturverbundenes und hartes Leben führen.

St. Lucia See

Wir fuhren zurück nach Durban, ins Holiday Inn South Beach, größer könnte der Kontrast nicht sein. Die Reise geht weiter zum St. Lucia See, einem besonderen Schutzreservat an der Küste. Eine Bootsfahrt bietet spannende Beobachtungsmöglichkeiten, Krokodile, Flusspferde und Fischadler sind hier beheimatet. Wir machen im offenen Geländewagen eine Pirschfahrt durch das Hluhluwe Reservat und sehen einige Tiere. Allerdings werden unsere Erwartungen hier noch nicht erfüllt, vielleicht hatten wir einfach etwas Pech. Weiterfahrt nach Mkuze, Ghost Mountain Inn, durch das Zululand geht es zum Königreich Swasiland.

Königreich Swasiland

Wir haben also Südafrika wieder verlassen und befinden uns jetzt im Königreich Swasiland. Es ist etwas größer als Schleswig-Holstein und gehört damit zu den kleinsten Staaten Afrikas. Doch mit seinen unterschiedlichen Landschaftsformen und klimatischen Bedingungen spiegelt es auf engstem Raum nahezu die ganze natürliche Schönheit und ökologische Vielfalt des Kontinents wider. Dank seiner Bodenschätze und der Fruchtbarkeit weiter Teile des Landes ist Swasiland einer der reichsten Staaten Schwarzafrikas. Unterwegs besuchen wir einen Markt für Kunsthandwerk und eine Glas-und Kerzenmanufaktur. Wir reisen wieder in Südafrika ein.

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