Reisebericht Toskana

Hier unser Reisebericht über unsere Rundreise durch die schöne toskanische Landschaft und ihre interessanten Städte. Die Toskana ist eine der schönsten Urlaubsregionen in Italien. Italien gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Welt. Die wichtigsten Einnahmequellen der Region, sind der Tourismus und die Landwirtschaft.

Unser Urlaubsziel heißt Italien. In aller Ruhe suchen wir von Zuhause ein Ferienhaus in der Toskana und fanden in Siena ein wunderbares Domizil. Angekommen in der Toskana, sind wir von dem vielfältigen Bild der Landschaft überwältigt. Die Toskana gehört zu dem waldreichsten Gebiet Italiens. Hier wird es ein wunderbares Erlebnis sein, durch die Wälder zu wandern und die Natur zu entdecken. Wir fahren an zahlreiche Hügel vorbei, die mit Rebstöcken und Olivenhaine bepflanzt sind.

Doch nicht nur die Hügel und die Wälder sind sehenswert, die Toskana ist für Bergsteiger ein wunderbares Ziel, denn die Berge hier erreichen bis zu 2000 Meter Höhen. Erstaunlich was die Natur in der Toskana zeigt und wir halten den Atem an, denn die Küste zeichnet sich durch wundervolle Sandstrände aus. Beeindruckende Felsklippen wechseln sich mit den mächtigen Pinienwäldern ab.

Monte Amiata

50 km vor unserem Reiseziel, sehen wir uns den erloschenen Vulkan Monte Amiata an. Er ist mit 1738 Meter die höchste Erhebung in der Toskana. Zahlreiche heiße Geysire und Quellen weisen noch auf die vor Jahrtausende Aktivität hin. Der Berg ist umgeben mit Wäldern, Flüsse und Weiden. Wir gehen ein Stück durch die abwechslungsreiche Landschaft und sind begeistert von den gut ausgewiesenen Wanderwegen. Im Winter, wenn Schnee fällt ist der Berg ein hervorragendes Skigebiet. Es ist spät Abend, als wir an unser Ziel ankommen. Wir müssen uns für die nächsten Tage Punkte setzen, denn die Toskana mit einer Fläche von 23.000 km und 3,61 Millionen Einwohnern, ist nicht in ein paar Tagen zu bewältigen.

Florenz

Den nächsten Tag geht die Fahrt nach Florenz. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten warten auf unsere Besichtigung. Das Wetter ist angenehm warm, obwohl der Kalender schon Ende September zeigt. Langsam gehen wir durch verwinkelte Gassen. Beeindruckt von der Architektur bleiben wir an so manchen Häusern und Bauwerken stehen. Zahlreiche Bauten aus der Protorenaissance bis zur Zeit der Herrschaft der Medic sind hier zu bewundern. Wir schauen auf eine eindrucksvolle Kuppel, die mächtig und hoch an die Kathedrale Santa Maria del Fiore ragt. Die Kuppel ist 114,5 Meter hoch, sie wurde von den Architekten Filippo Brunelleschi konstruiert. 14 Jahre dauerte der Bau der gewaltigen Kuppel. Die Kathedrale gilt als Wahrzeichen der Stadt und ist ein Meisterwerk der Renaissancebaukunst. 1296 begann der Bau des Doms nach den Plänen von Arnolfo di Cambio. Nach seinem Tod führten weitere Architekten, den Bau bis zur Fertigstellung 1436 durch. Er ist der größte Kirchenbau Europas. Im Innern des Sakralsbau, können wir Fresken, Statuen italienischer Meister besichtigen.

Der Dom bietet einen wundervollen Ausblick auf die Region, von hier aus sehen wir das Rathaus, den Fluss Arno, einer der bedeutendsten Flüsse Italiens und die Uffizien. Der Palazzo wurde 1560 als Sitz der florentinischen Bürokratie gebaut, heute ist es das bedeutendste Museum für zahlreiche italienische Meisterwerke. Hier befinden sich berühmte Malereien ab den 13. Jahrhundert bis zum 17. Jahrhundert. Nach der Besichtigung gönnen wir uns in einem kleinen Restaurant ein tradionelles Essen, das mit frischen Zutaten angerichtet wurde. Dabei trinken wir einen hervorragenden Qualitätswein aus eigenen Anbaugebieten.

Nach einer geruhsamen Pause geht die Besichtigung in der wundervollen historische Altstadt weiter. Sehenswert ist die Battistero San Givanni, westlich des Doms. Der Außenbau der achteckigen Taufkirche mit der weiß, grünen Marmorverkleidung ist beeindruckend. 3 mächtige Bronzestatuen schmücken die Fassade. Im Innenraum der Kirche sind die Wände ebenso grün, weiß marmorverkleidet. Faszinierend ist das große Kuppelmosaik und der wunderschöne Mosaikfußboden aus dem 12. Jahrhundert. Die Sonnenstrahlen scheinen auf den Mosaiken und ein faszinierender Glanz entsteht.

Piazza della Signoria und Palazzo Vecchius

Die nächste Sehenswürdigkeit steht auf unserem Programm. Wir halten vor den Neptunsbrunnen auf die Piazza della Signoria. Überwältigend ist die Riesenstatue des Neptuns in der Mitte des Brunnens. Zahlreiche Nebenfiguren, wie Tritonen und Meerpferde schmücken das Werk. Er wurde von Bartolomeo di Antonio, ein italienischer Baumeister und Bildhauer, erbaut. Weiter besichtigen wir den Palazzo Vecchius, auch Palazzo della Signoria genannt. Es ist ein imposantes Gebäude. Hier wurde ab den 14. Jahrhundert das Parlament der Republik beherbergt. Die Schlafräume der Abgeordnete befanden sich im oberen Stockwerk. Wir bestaunen den 94 Meter hohen Glockenturm. Außen am Pallazo steht eine gigantische Statue des Michelangelo David. Es ist eine Kopie aus dem 19. Jahrhundert.

Einen Museumsbesuch möchten wir uns nicht entgehen lassen, so besuchen wir das feinste Museum in Florenz. Das Museo dell`Opera del Duomo. Es zählt zu den bedeutendsten Museen Italiens. Hier können wir Kunstwerke aus dem Baptisterium, aus dem Dom und dem Campanile sowie Skulpturenschätze besichtigen.

Am Abend gehen wir über die Brücke Ponte Vecchio, übersetzt „die alte Brücke“. Wunderschön sieht der Fluss im Abendrot aus, die letzten Strahlen der Sonne spiegeln sich darin wieder. Unzählige Juwelierläden reihen sich auf der Brücke aneinander Es ist schwer vorbei zu gehen, denn überall glitzert der Schmuck und fasziniert schaue ich die wertvollen Stücke an.

Florenz hat eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, die nicht an einem Tag zu sehen sind.

Am nächsten Morgen, nach einer geruhsamen Nacht in einem Hotel, erkunden wir weiter die Toskana. Es heißt, die Hälfte der Kunstschätze der Welt, befinden sich hier und unsere Neugierde auf Neues steigt.

Abbazia di Sant`Antimo

Was kann uns die Toskana nach diesem wundervollen, gestrigen Tag noch bieten?

Wir reisen zum ehemaligen Kloster der Benediktiner, Abbazia di Sant`Antimo. Der romanische Kirchenbau ist wunderschön. Kaiser Karl der Große gründete 781 die Abtei. Die Kirche besteht aus Travertin und Alabaster. Der Bau der Kirche begann im 12. Jahrhundert. Die dreischiffige Basilika wird von Löwen bewacht. Die Türen zieren zahlreiche romanische Skulpturen.

Pisa

Weiter geht die Fahrt nach Pisa. Natürlich ist die erste Sehenswürdigkeit der schiefe Turm von Pisa. Es ist das bekannteste schiefe Bauwerk der Welt. Der Knick in der Mitte des Turms, entstand während der Bauzeit, es wurde versucht die Schieflage zu begradigen. Der 54 Meter hohe Turm besteht aus weißen Carrara- Marmor. Er besitzt sieben Glocken, sie durften wegen Einsturzgefahr über Jahre nicht läuten. Er ist das Wahrzeichen der historischen Stadt. Zu dem schiefen Turm von Pisa, auf den weitläufigen Rasenplatz am Stadtrand „Platz der Wunder“ gehört die Taufkirche Baptisterium und der Friedhof Campo Santo. Neben den schiefen Turm von Pisa liegt eine der wichtigsten Kunstgalerien der Region. Wir verbrachten einen wunderschönen Abend in Pisa und mit einem Stadtbummel beenden wir unseren Tag.

Etruskische Riviera

Am nächsten Tag möchten wir die Natur erkunden. Die Etruskische Riviera ist unser Ziel. Sie ist die Küste der Riviera und das Bindeglied zwischen der Toskana und den Thyrrenischen Meer. Weiche flache Sandstrände, soweit das Auge reicht, laden uns ein. Hier liegen Inseln wie Capraia, Elba, Pionosa, usw. Die Inseln sind vom Festland leicht zu erreichen und sind gewiss lohnenswerte Ausflugsziele. Doch wir genießen den Tag am Strand.

Unsere Rundreise durch die Toskana ist beendet, leider reicht die Zeit nicht mehr für neue, sehenswerte Ausflugsziele. Wir fahren zurück nach Siena und genießen die restlichen Tage in der schönsten Stadt Italiens. Das mittelalterliche Flair und die gotischen Bauwerke beeindrucken uns. Diese Reise bleibt ein unvergessliches Erlebnis. Deshalb haben wir diesen Reisebericht geschrieben! Wir werden ganz bestimmt wieder mal in der Toskana Urlaub machen.

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