Reisebericht Zimbabwe

Zimbabwe der Stolz Afrikas. Wenn die terroristischen Machthaber die Macht im Land übernehmen, wird es Chaos und auch Blutvergießen geben. Widersprüchlich waren die Meinungen als im April des Jahres 1980 die Republik Zimbabwe unabhängig wurde. 90 Jahre Kolonialzeit und über 10 Jahre Befreiungskampf gegen weiße Minderheiten waren vorangegangen. Als blühendes Rhodesien, war Zimbabwe der Weltöffentlichkeit vor der Befreiung bekannt.

Die Führer der Befreiungsbewegungen haben sich als pragmatische und auf Versöhnung der Rassen bedachte Politiker herausgestellt. Sie haben Zimbabwe geleitet durch Weltmarktabhängigkeit, Bruderzwist und Dürrejahre. Zimbabwe ist ein armes Land. Heute hegt die Republik Zimbabwe keinen Groll mehr gegen die Weißen. Die Hauptstadt der Republik ist Harare. Die Amtssprache von Zimbabwe ist Englisch.

Harare

Wer auf der breiten Schnellstraße nach Harare hinein fährt, gelangt zum Herzen der Stadt, dem African Unity Square. Der Platz liegt unter Bäumen, umringt von den Hochhäusern des modernen Harare. Am Straßenrand werden Kunsthandwerk und Blumen verkauft, Blechkolonnen hupen sich durch die Straßen, Menschenmassen wälzen sich durch die Stadt, verschwinden in kleinen Kaufhäusern und Läden. Ein geschäftiges Treiben, denn inzwischen hat die Stadt nahezu 2,5 Millionen Einwohner im Großraum von Harare.

Victoria Falls

Die kleine Stadt, nahe der Grenze nach Sambia, ist eine der absoluten Touristenzentren. Es ist nicht zu übersehen, dass sie vom Tourismus lebt. Die Besucherströme, die die Victoriafälle, den Nationalpark und die Umgebung sehen wollen, reißen nicht ab. Das sogenannte Zentrum besteht aus Einkauszentren, Bürogebäuden, Ladenzeilen und vielen Reisebüros sowie Safariunternehmen. Die Hotels sind am Ortsrand angesiedelt.

Viktoriafälle

Die Viktoriafälle sind mit Abstand die wichtigste Sehenswürdigkeit, die in diesem Reisebericht beschrieben wird. Sie sind nicht die welthöchsten und auch nicht die breitesten, doch fließen die größten Wassermengen über ihre Kante. Mit einer Höhe von ca. 100 Metern und einer Breite von ca. 1708 Metern gelten sie aber flächenmäßig als der größte durchgängige Wasservorhang der Welt. Ein Naturereignis, von gigantischem Ausmaß, was jeden Betrachter in den Bann zieht. So auch David Livingstone, der als erster Weißer von den Wassermassen nach Europa berichtete und daher als Entdecker der Fälle gilt. Ihm hat man hier ein überlebensgroßes Denkmal gesetzt. Mosi o tunya werden die Fälle genannt. Das bedeutet „donnernder Rauch“. Das Donnergrollen ist deutlich zu vernehmen, wenn man sich den Victoriafällen nähert.

Karibadamm

Der 125 Meter hohe Karibadamm staut den Sambesi auf eine Länge von 280 Kilometern. 30000 Bauern mussten damals umgesiedelt werden. Ein großer Teil der elektrischen Energie wird in den Wasserkraftwerken des Karibasee erzeugt.

Kunst und Kultur

Wie überall in Afrika gibt es auch in Zimbabwe keinen vom Lebenszusammenhang losgelösten Kunstbegriff. Was hergestellt wird, dient rituellen oder häuslichen Zwecken. Kunst fürs Auge ist eine Neuheit der Kolonialzeit. Unter weißem Einfluss entwickelten sich auch die berühmten Shona-Steinskulpturen zur weit über die Grenzen Zimbabwes bekannten Kunstform.

Wirtschaft

Zimbabwe gehört mit seiner Verarbeitungs- und Konsumgüterindustrie zu den Industrieländern Afrikas. Ein wichtiger Wirtschaftsbereich ist der Bergbau. Trotzdem ist die Landwirtschaft nach wie vor die Lebensgrundlage für ca. 80% der Bevölkerung. Angebaut werden u.a. Getreide, Tabak, Baumwolle, Zucker, Kaffee, Tee sowie Obst und Gemüse. In der Viehwirtschaft dominiert die Rinderwirtschaft. Bodenschätze sind insbesondere Gold, Chrom-, Nickel-, Kupfer- und Eisenerze sowie Steinkohle und Asbest.

Vegetation und Tierwelt

Dem Klima entsprechend sind Savannen in Zimbabwe vorherrschend, aber auch Trockenwald und Dornensavannen. Im Sprühbereich der Viktoriafälle auch immergrüne Tropenwälder. Zur Tierwelt Zimbabwes gehören Elefanten, Nashörner, Löwen, Leoparden, Giraffen, Antilopen, Büffel, Zebras, Flusspferde und Krokodile, die heute weitgehend auf die Nationalparks und Wildreservate zurückgedrängt sind.

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