Rundreise Tunesien, Ghana bis Südafrika

Im Norden Afrikas, Rundreise

Afrika ist der bisher für Tourismus am wenigsten erschlossene Kontinent, und trotzdem kann man hier in vielen Ländern einen einzigartigen Traumurlaub machen, an den man sich sein Leben lang erinnern wird. Bilderbuchstrände, Palmen, verwunschene Ruinen, koloniale Geschichte sowie weltberühmte Metropolen. Besonders beliebt bei Touristen ist der Norden Afrikas, insbesondere Tunesien und Marokko, da man hier nach nur wenigen Flugstunden vom europäischen Festland aus landen kann.

Zu den Hauptattraktionen dieser Länder gehören die Ruinen des ehemaligen Karthago in Tunesien sowie das legendäre Casablanca in Marokko. Beide Länder eignen sich ebenfalls für einen gemütlichen Strandurlaub, da sich die Länder an der Mittelmeerküste befinden und ein breites Hotelangebot haben. Traditionelle Märkte laden zum Einkaufen ein, insbesondere Gold und Lederwaren werden günstig zum Verkauf angeboten. Doch auch die arabische Küche in Tunesien und Marokko ist eine Reise wert. Traditionelle Restaurants findet man kostengünstig überall entlang der Straßen.

Ghana im Westen Afrikas

In Afrikas Westen gehört vor allem Ghana zu den beliebten Reisezielen. Hier stößt man fernab von den Unruhen vieler Nachbarländer auf eine wahre Fundgrube historisch bedeutender Gebäude, insbesondere aus der Kolonialzeit. Ghana gehörte zu einem der Hauptumschlagplätze für den Sklavenhandel mit Europa und Süd- und Nordamerika. Menschen aus ganz Afrika wurden hier zusammengetrieben und mit Schiffen unter schlimmsten Bedingungen in ein neues Leben gezwungen. Unzählige Monumente erinnern heute an das Schicksal der Menschen aus Ghana. Doch auch die zehn traditionellen Bauten der Ashanti sowie der Mole und der Kakum Nationalpark lassen sich in Ghana besichtigen.

Sehenswürdigkeiten Südafrika

Das südliche Afrika ist trotz seiner Entfernung ein absolute Reiseempfehlung. Insbesondere Südafrika, das Land am Kap der guten Hoffnung, hat mit dem Tafelberg in Kapstadt, den Weingebieten von Stellenbosch, den Drakensbergen und dem Krüger Nationalpark viel zu bieten. Bei einer Fahrt entlang der Gartenroute bekommt man einen Eindruck, wie schön das Leben inmitten von idyllischen Wasserfällen, dem Indischen Ozean und zauberhaften Naturreservaten sein kann. Das nördlich gelegene Namibia ist ein Trendland mit seinen endlosen Wüstenlandschaften, dunkelroten Sanddünen und einzigartigen Welwitschia Pflanzen, die auch in der trockenen Wüste noch gedeihen. Bei einer Bootsfahrt von Walvis Bay kann man mit Delphinen oder sogar Walen im Hintergrund bei einem Gläschen Sekt Namibianische Austern probieren, die zu den besten der Welt gehören sollen!

Bei einem Rundgang durch das Küstenstädtchen Swakopmund kann man entlang des Amtsgerichts und dem Brauhaus auf den Spuren der ehemaligen Kolonialmacht Deutschland wandeln. Mosambik lohnt sich wegen seiner langen Küste, an denen man unentdeckte Paradiese erleben kann. Weißer Sandstrand und Kokospalmen säumen die Küste von Südafrika bis nach Tansania. Die Ilha Mosambik gehört zu den bedeutendsten Bauwerken Afrikas der vorkolonialen Zeit. Bei einer Besichtigung der Burg, die heute in eine Schule umgewandelt wurde, kann man erleben, warum sich die Festung mit Hilfe von riesigen Kanonen hat verteidigen lassen. Die Infrastruktur ist noch am Wachsen, so dass man in Mosambik auf bestimmten Komfort verzichten muss. Dafür bekommt man einen echt afrikanischen Eindruck, wenn man bei einem Inlandsflug sogar Hühner im Handgepäck finden kann!

Ein weiteres Reiseziel für erfahrene und anspruchsvolle Reisende sind die Berge von Ruanda und Kongo, wo man nach einer mehrtätigen Wanderung mit etwas Glück die vom Aussterben bedrohten Berggorillas erleben kann. Lokale Reiseführer führen die Besucher geschickt und sicher durch die Gebirgszüge.

Auch die Viktoriafälle, die sich am Grenzübergang zwischen Sambia und Simbabwe befinden, gehören zu den bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten des Kontinents. Von beiden Ländern aus hat man einen spektakulären Ausblick auf die Wassermassen des Sambesi, die tagtäglich in die Tiefe schnellen. Zu bestimmten Zeiten des Jahres kann man hier sogar im Wildwasser fahren. Doch auch die Wanderung auf die Insel in der Mitte des Sambesi ist ein echtes Abenteuer und nur für solche geeignet, die nicht mit Höhenangst zu kämpfen haben. Für alle anderen bietet sich ein Spaziergang über die historische Eisenbahnbrücke, von der aus man ein spektakuläres Photomotiv hat.

Das östliche Afrika, mit Tansania und Kenia

Im Osten Afrikas befinden sich Tansania und Kenia, die für ihre Offenheit gegenüber Touristen sowie die riesige Serengeti bekannt sind. Hier kann man mehrere Monate im Jahr eine unbeschreibliche Migration von Millionen von Tieren beobachten, wenn Springböcke, Bisons und Gnus auf der Suche nach Wasser und auf der Flucht vor Angreifern hunderte von Kilometern zurücklegen. Die Serengeti ist der größte Wildpark der Welt und von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden. Tansania ist ebenfalls das Zu Hause des Kilimandscharo, die höchste Erhebung von Afrika. Gut trainierte Reisende können versuchen, den Berg zu bezwingen. Es ist jedoch dringend ratsam, schon Monate vorher ein entsprechendes Training zu durchlaufen, damit man die lange Strapaze aushalten kann!

In Kenia findet man die Massai, eine der vielen afrikanischen Stämme, die auch heute noch wie Nomaden durch die Wüste ziehen. Sowohl in Tansania als auch in Kenia kann man sich mit den Massai auf Wanderung begeben, wenn der Stamm auf der Suche nach Wasser und Essen weiterzieht. Afrikanische Kulturen sind freundlich und offen gegenüber Touristen. Sie laden die Besucher dazu ein, die Musik, Sprache und natürlich das Essen kennen zu lernen. Man sollte sich jedoch an die Bräuche und Traditionen vor Ort halten, damit man niemanden verletzt.

In allen Ländern Afrikas findet man noch heute Hinweise auf die Kolonialzeit. Koloniale Bauten und bürokratische Strukturen zeugen vom einstigen Einfluss der europäischen Eroberer. Museen, Gebäude, Ausstellungen und sogar Sprachen zeigen, welchen Stellenwert die Besatzer einst hatten. Nicht alle Länder sind für Touristen zugänglich, da Unruhen herrschen oder die Infrastruktur noch zu wenig ausgebaut ist, aber viele Länder sind eine Reiseempfehlung wert! Ich hoffe sehr, dieser Reisebericht gibt einige gute und hilfreiche Hinweise über die hier beschriebenen Länder Afrikas.

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